Realisierte WMS-Projekte

Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG

Transdanubia lagert für Schöller: Warehousing bei –27 °C

Kunde

Transdanubia

Fertigstellung

22.07.2004

Land

Deutschland

Branche

  • Kühl- und Gefrierprodukte

Beschreibung

Aufgabenstellung

Bei 27 C lagern Schller-Lebensmittel in dem neuen Tiefkhl- Zentrallager des sterreichischen Logistikdienstleisters Transdanubia. Das verlangt nicht nur den Lagermitarbeitern eine Menge ab, sondern auch der Lagertechnik. Untersttzt von tiefkhltauglichen MDEs und Pick-by-Voice-Gerten sorgt das Lagerfhrungssystem LFS 400 des Anbieters Ehrhardt + Partner dafr, dass alle Prozesse vom Wareneingang ber die Kommissionierung bis hin zum Warenausgang optimal ablaufen. In nur sechs Wochen implementierte E+P das Warehouse-Management- System in dem neugebauten Lager in Pasching bei Linz. Ein angekndigter Groauftrag von Schller gab den Ausschlag, das Tiefkhllager zu bauen. Darber hinaus nutzen knapp ein Dutzend Kunden von Transdanubia das Warehouse, das mit dem mehrmandantenfhigen Lagerfhrungssystem LFS 400 gefhrt wird. Bis zur Errichtung des 3.000 Quadratmeter groen Lagers hatte Transdanubia zwar ein Tiefkhllager, hier wurden aber lediglich bis zu 400 Vollpaletten gelagert. Zum Vergleich: Im neuen Hochregallager werden heute bis zu 4.200 Paletten bevorratet. In unserem alten Lager lag es in der Verantwortung der Lagerarbeiter, zu wissen, welche Paletten wo abgestellt wurden, beschreibt Volker Bauer, verantwortlicher Transdanubia-Projektleiter fr die Implementierung von LFS 400, die Situation im vorherigen Lager.

Projektanforderungen
Bei dem zuknftigen Auftragsvolumen von 10.000 bis 20.000 Pickvorgngen pro Tag und das allein fr den Kunden Schller ist diese Arbeitsweise nicht lnger praktikabel. So beschlossen die Verantwortlichen bei Transdanubia den Neubau des Tiefkhlhauses und die Einfhrung eines effizienten Lagerfhrungssystems. Unter vier namhaften Anbietern aus Deutschland und sterreich entschieden sich die Verantwortlichen bei Transdanubia schlielich fr das System von Ehrhardt + Partner. Ein Auswahlkriterium war sicher, dass wir ein System haben wollten, das auf der AS/400 luft. Wir haben bereits seit vielen Jahren die AS/400 im Einsatz und sind von den Vorteilen total berzeugt, stellt Projektleiter Bauer fest. Transdanubia-Geschftsfhrer Herbert Piwonka fgt hinzu: Wir haben uns fr das System entschieden, weil unsere EDV-verantwortlichen und lagerlogistischen Fhrungskrfte dieses System fr gut befunden haben. Ein weiteres ausschlaggebendes Argument fr E+P war die Mglichkeit, LFS 400 im Zusammenspiel mit der Pickby- Voice-Technologie fr die Kommissionierung einzusetzen. Zum ersten Mal haben wir Pick-by-Voice im E+PLogistik- Demonstrationszentrum gesehen und begutachtet. Wir waren sofort begeistert von den Vorteilen dieser Kommissioniertechnik. Als der Anbieter IND uns dann vor Ort in unserem Lager demonstrierte, dass seine Voice-Gerte auch bei Minustemperaturen einwandfrei funktionieren, haben wir uns entschieden, Pickby- Voice auch in unserem neuen Lager einzusetzen, erinnert sich Werner Gupfinger, der Leiter des Tiefkhl- Zentrallagers.

Kommissionierung mit Pick-by-Voice
Ein entscheidender Vorteil dieser Technologie liegt darin, dass der Kommissionierer beide Hnde frei hat und ungehindert einsetzen kann, da er weder ein MDE-Gert bedienen noch eine Kommissionierliste halten muss. Auf diese Weise kann der Mitarbeiter parallel zur sprachgesteuerten Dateneingabe Ware kommissionieren. Dies spielt gerade im Tiefkhlbereich, in dem besondere Schutzkleidung wie bspw. Handschuhe erforderlich sind, eine wesentliche Rolle. Bei Transdanubia tragen die Mitarbeiter eine kleine tiefkhltaugliche Kommunikationseinheit am Grtel und knnen ber ein daran angeschlossenes Headset mit dem Lagerfhrungssystem auf der AS/400 (IBM iSeries) kommunizieren.

LFS 400 fhrt den Kommissionierer zu den Lagerorten und weist ihn an, welchen Artikel er in welcher Menge entnehmen soll. Die Pickgeschwindigkeit wird so um 25 bis 30 Prozent gesteigert. Aufgrund verschiedener Kontrollstufen im Voice-Dialog ist eine aufwendige Nachkontrolle der kommissionierten Ware jetzt nicht mehr notwendig. Der Prozessablauf wird durch den Einsatz von Pick-by- Voice extrem effizient und genau, Transdanubia kann mit kurzen Prozesszeiten und dadurch sehr niedrigen Prozesskosten rechnen, erlutert Marco Ehrhardt, einer der Gesellschafter von E+P. Die Wege und Kosten optimierende Ausrichtung von LFS 400 zeigt sich bei jedem Arbeitsschritt im Tiefkhllager: ber eine EDIFACTSchnittstelle kommuniziert das System mit dem bergeordneten SAP-Hostsystem von Schller. Von dort erhlt LFS 400 via DESADV eine Vorankndigung, wenn eine Warenanlieferung ansteht. Trifft ein LKW im Wareneingang ein, wird ihm eines der fnf mit Temperaturschleusen ausgestatteten Tore zugewiesen. Ein Staplerfahrer entldt die Paletten und berprft, ob sie bereits mit einem NVE-Etikett ausgestattet sind. Fr jede Ladeeinheit, die nicht bereits vom Hersteller etikettiert wurde, erzeugt LFS 400 eine eigene NVE-Nummer, die im System archiviert und weitergefhrt wird. Der Drucker fr diese Etiketten steht zum Schutz vor den extrem niedrigen Temperaturen in einer wrmeisolierten Kabine. Die Etiketten selbst sind tiefkhltaugliche Spezialetiketten. Nachdem alle Paletten im System registriert wurden, werden dem Staplerfahrer auf seinem MDE die Regalpltze zur Einlagerung der Paletten angezeigt. LFS 400 ist hier in der Lage, nach vorher definierten Kriterien einer Palette einen Platz in einer vorbestimmten Temperaturzone zuzuweisen. Beim Absetzen der Paletten besttigt der Staplerfahrer den jeweiligen Lagerort, indem er den am Hochregal angebrachten Barcode scannt.

Verladung nach Umschlagpunkten und Touren
ber die bereits erwhnte EDIFACT-Schnittstelle werden LFS 400 via ORDERS auch die von Schller angeforderten Kommissionierauftrge angekndigt. Durch diese Anbindung an den Grokunden Schller hat der Leiter des Tiefkhlagers folglich eine viel hhere Planungssicherheit. Nach der Kommissionierung eines Auftrags mit Hilfe der Voice- Gerte wird der entsprechende Lagerarbeiter angewiesen, den Rollcontainer mit den kommissionierten Waren zum Konsolidierungspunkt zu bringen. Dort werden die Waren sowohl nach Umschlagpunkten als auch nach Touren geordnet, zusammengestellt und schlielich verladen. Wir kommissionieren letztendlich in der Zeit von 15 bis 24 Uhr fr Schller und unsere anderen Tiefkhlwaren-Kunden. Im Hof gibt es fnf Andockstationen fr LKW-Brcken, ber die die Stromversorgung fr die Khlung der Hnger sichergestellt wird. Die LKW-Fahrer knnen dann um fnf Uhr morgens kommen und ihre fertig beladene Brcke dort abholen, berichtet Logistiker Werner Gupfinger. Lckenlose Chargenrckverfolgung Transdanubia ist durch die Einfhrung von LFS 400 in der Lage, eine transparente Produkt- und Chargenrckverfolgung mittels einer durchgngigen Bestandsverwaltung via NVE-Etikettierung zu gewhrleisten. Im Wareneingang vergibt LFS 400 fr jede Ladeeinheit, die nicht bereits vom Hersteller etikettiert wurde, eine eigene NVE-Nummer, die von LFS 400 archiviert und weitergefhrt wird. Durch diese ist eine eindeutige Identifizierung und Rckverfolgung der Ware mglich auch bei kommissionierten Paletten, auf denen NVEs unterschiedlichen Ursprungs enthalten sind. Abgesehen von der Erfllung der EU-Verordnung 178/2002 gewhrleistet LFS 400 ber diese Funktion auch die berwachung der Mindesthaltbarkeitsdaten (MHDs). Das System stellt sicher, dass jeweils die Palette eines Artikels, deren MHD zuerst abluft, auch zuerst abkommissioniert wird. Durch die Implementierung von LFS 400 erzielt Transdanubia folgende Ergebnisse:

  • Die Einfhrung von LFS 400 erfolgte sehr kurzfristig innerhalb von lediglich sechs Wochen.
  • Durch die Pick-by-Voice-Technologie optimiert der Logistikdienstleister die Kommissioniervorgnge, reduziert Pickfehler und vermeidet zeitintensive Nachkontrollen. Durch die Pick-by-Voice-Technik steigt die Pickgeschwindigkeit um 25 bis 30 Prozent.
  • Mit dem mehrmandantenfhigen Lagerfhrungssystem LFS 400 verwaltet Transdanubia neben Schller noch weitere Kunden und realisiert die Bestandsverwaltung aller Artikel via NVE.
  • Durch die Implementierung von LFS 400 erfllt der Logistikdienstleister alle Anforderungen der EUVerordnung 178/2002. LFS 400 berwacht die MHDs der Waren und sorgt dafr, dass dieses Datum bei der Kommissionierung ebenso beachtet wird wie das FIFO-Prinzip.
  • Durch die Anbindung ber eine EDIFACT-Schnittstelle an das bergeordnete SAP-Hostsystem des Kunden Schller hat der Leiter des Tiefkhllagers eine viel grere Planungssicherheit.
  • Trotz Temperaturen von 27 C arbeitet LFS 400 einwandfrei mit den Datenfunkterminals und den Voice-Gerten zusammen und gewhrleistet das Auslesen der tiefkhltauglichen NVE-Etiketten.
  • LFS 400 ermglicht die Verladung der kommissionierten Waren nach Umschlagpunkten und Touren in nur einem Arbeitsschritt.
  • Die Transdanubia-Kunden knnen bers Internet sowohl auf die Bestnde als auch auf den Stand der Auftragsabwicklung zugreifen.

Ansprechpartner

Telefon: (+49) 67 42 / 87 27 0

info@ehrhardt-partner.com