Realisierte WMS-Projekte

SAP AG

Die BASF als weltweit führendes Chemieunternehmen nutzt SAP

Kunde

BASF

Fertigstellung

31.12.2005

Land

Deutschland

Branche

  • Chemie

Beschreibung

Aufgabenstellung

Die BASF als weltweit führendes Chemieunternehmen nutzt SAP® Event Management für ein innovatives Monitoring der Supply Chain von Überseetransporten und schafft so globale Transparenz.

Ein Konzern setzt Maßstäbe: Als das weltweit führende Unternehmen der chemischen Industrie erzielte die BASF im Jahr 2004 einen Gesamtumsatz von über 37 Milliarden Euro. Rund 82.000 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten tragen zu diesem Erfolg bei. Strategisches Ziel des Konzerns ist es, weiter profitabel zu wachsen. Um die dafür erforderlichen Kundenservices entscheidend zu verbessern und vom Auftragseingang bis zum Eintreffen von Produkten beim Kunden vollständige Transparenz in der Lieferkette für Seefracht zu schaffen, setzt BASF auf die Applikation SAP® Event Management.

Transparente Prozesse in der Überseelogistik SAP Event Management erlaubt es dem Weltkonzern, Abweichungen und Verzögerungen in Lieferprozessen frühzeitig zu erkennen und umgehend zu reagieren. Entlang der gesamten Logistikkette für Seefracht profitiert die BASF heute von einem Höchstmaß an Transparenz. Alle Ereignisse auf der langen Reise zu den weltweiten Bestimmungsorten werden überwacht. Die Anwendung warnt automatisch beim Ausbleiben definierter Meilensteine und liefert wichtige Erkenntnisse zur Optimierung der Prozesskette.

Kompetent unterstützt von SAP Consulting
Die neue Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit SAP Consulting an die unternehmensindividuellen Bedürfnisse der BASF angepasst. Die Beratungsexperten unterstützten das Projektteam der BASF von der Vorstudie bis hin zur erfolgreichen Implementierung. „SAP Consulting stand uns in jeder Projektphase partnerschaftlich zur Seite und sorgte für Knowhow- Transfer. Wir profitierten von Entwicklungswissen aus erster Hand und einer reibungslosen Integration des neuen Tools mit den vorhandenen ERP-Systemen von SAP“, berichtet Elzbieta Wiankowska, Projektingenieurin des Kernprojektteams der BASF.

Frühzeitige Entwicklung eines lauffähigen Prototyps
Bereits während der Vorstudie wurde ab Oktober 2004 ein technisch lauffähiger Prototyp entwickelt, der die zahlreichen Möglichkeiten und Vorteile des neuen Tools zum Vorschein brachte. „So konnten wir bereits im Rahmen der Vorstudie viel Prozesswissen aufbauen, wertvolle Zeit gewinnen und dann den Roll-out sehr zügig umsetzen“, so Projektleiter Björn Neal Kirchner. SAP Hosting stellte für die Entwicklungsarbeit eine individuell zugeschnittene Implementierungsumgebung bereit und sorgt auch heute für einen flexiblen und effizienten Betrieb des Produktivsystems von BASF.

Zwischen Februar und August 2005 wurde schließlich ein durchgängiger IT-gestützter Monitoring-Prozess für die Überseelogistik „ex Europa“ implementiert. Dieser setzt bereits mit dem Eintreffen einer Bestellung aus einem der regionalen SAP-R/3®- Systeme im zentralen System der BASF in Ludwigshafen ein und endet mit der Anlieferung beim Kunden. So hat die BASF heute sowohl volle Container als auch Teil-Containerladungen jederzeit sicher im Blick: vom Anlegen der Lieferungen über die Buchung von Schiffsraum, das Verladen der Container auf dem Binnen- und Seeweg bis hin zur Ankunft in Übersee.

Lückenloses „Tracking and Tracing“
Mit SAP Event Management ist die BASF in der Lage, jede Lieferung präzise zu orten und ihren bisherigen Weg zurückzuverfolgen („Tracking and Tracing“). „Blieb früher eine Kundenlieferung aus, mussten wir meist aufwändig recherchieren, wo es in der Lieferkette hakte“, erklärt Björn Neal Kirchner.

Kunden proaktiv informieren
Mit SAP Event Management hat sich das geändert: Das Werkzeug bildet alle wichtigen Etappenziele jedes einzelnen Überseetransports der BASF übersichtlich ab. Anhand von geplanten Sollzeiten sind für jeden Auftrag präzise terminliche Meilensteine definiert. Beispielsweise ist festgelegt, wann ein Container das Binnenterminal verlässt, oder wann er am Bestimmungshafen in Übersee eintrifft und sich der Zollagent um die Abfertigung kümmern muss. Ist ein Meilenstein erreicht, melden die jeweils zuständigen Dienstleister dies elektronisch an BASF. Dort können die Fachverantwortlichen laufende Vorgänge wahlweise über eine komfortable Web-Oberfläche oder im unternehmensspezifisch angepassten Monitoring-Cockpit verfolgen sowie unter verschiedenen Kriterien selektieren und filtern. „Es lassen sich beispielsweise alle Ereignisse anzeigen, die an einem bestimmten Stichtag erwartet werden“, erklärt Elzbieta Wiankowska.

Automatische Warnmeldungen
Kommt es zu Verzögerungen, schlägt das System automatisch Alarm. Zunächst erhält dann zum Beispiel der zuständige Logistikdienstleister eine E-Mail. Kann dieser das Problem nicht binnen einer festgelegten Frist lösen, geht dem Mitarbeiter in der Fachabteilung der BASF eine entsprechende Nachricht zu und dieser ergreift dann die Initiative. Ehe ein Kunde von den möglichen Verzögerungen erfährt und reklamiert, ist das Problem gelöst oder ein pro-aktiver Hinweis auf terminliche Verschiebungen erfolgt. „Das schafft Vertrauen und steigert die Kundenzufriedenheit“, erklärt Elzbieta Wiankowska von BASF. Möglich wird das durchgängige Monitoring durch die erfolgreiche Anbindung aller Logistikpartner an die SAP-Systeme über EDISchnittstellen. „Es ist uns gelungen, alle wichtigen maritimen Dienstleister ins Boot zu holen und direkt an Informationen aus deren Logistik-Systemen zu partizipieren“, erklärt Projektleiter Kirchner.

Rasche Ursachenanalyse und neue Optimierungsansätze
Mit SAP Event Management analysiert BASF heute präzise und schnell, warum eine Lieferung nicht pünktlich eintrifft. Ein umfassendes Reporting aller Transaktionen und Ereignisse über die Business-Intelligence-Lösung von SAP macht es möglich. So kommt das Chemieunternehmen verborgenen Schwachstellen in der Logistik auf die Spur und kann seine Prozesse kontinuierlich verbessern. „Unsere Aufgabe ist es, das deutliche Plus an Transparenz durch SAP Event Management in noch höhere Lieferqualität umzusetzen, indem wir erkennbare Optimierungspotenziale konsequent nutzen“, erklärt Björn Neal Kirchner.

SAP Event Management schafft zudem die Basis für verbesserte Informationsservices, auf die Kunden und Mitarbeiter der BASF gewartet haben. Erste Erfolge konnte BASF für Überseetransporte in die von den Wirbelstürmen Kathrina und Rita betroffene US-Küste verzeichnen. „Wir wussten genau, welche BASF-Lieferungen sich noch im Zulauf zum Abgangshafen, schon auf der Seereise oder bereits im Empfangsterminal in Houston oder New Orleans befanden. So konnten wir geeignete operative Maßnahmen treffen, um den Schaden für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten“, erklärt Peter Nikolaus, Mitglied des europäischen Projektteams. Die Resonanz der inzwischen rund 900 global verteilten Anwender bei BASF ist durchgehend positiv. Bereits wenige Monate nach der Implementierung steht für den Projektleiter daher fest: „Mit SAP Event Management beliefert die BASF ihre Kunden noch zuverlässiger und realisiert einen wichtigen Vorteil im globalen Wettbewerb.“

Ansprechpartner

info.germany@sap.com

Telefon:

info.germany@sap.com