Realisierte WMS-Projekte

Klug GmbH integrierte Systeme

Warehouse Management iWACS.WM mit MES und ERP zur Gesamtlösung verschmolzen

Kunde

Zentis, Aachen

Fertigstellung

28.02.2005

Land

Deutschland

Branche

  • Lebensmittel

Beschreibung

Aufgabenstellung

Zunächst plante Zentis alle Softwarefunktionen über das ERP-System SAP R/3 abzuwickeln. Um jedoch eine höhere Flexibilität im Bereich der nahrungsmittelspezifischen Produktionsplanung, Lagersteuerung und Kommissionierung zu erzielen sowie hohen Aufwand für Individualprogrammierung zu sparen, entschied sich das Management für eine Subsystem-Architektur nach der Philosophie “best of breed”. Hierbei werden für alle Aufgaben spezialisierte Subsysteme beschafft und zu einer Gesamtlösung verschmolzen. Im vorliegenden Fall übernimmt SAP R/3 die kaufmännischen Funktionen, während das Warehouse Management System iWACS.WM und ein Manufacturing Execution System (MES) in enger Verzahnung die Produktionssteuerung, die Kommissionierung der Rezepturen für die Fruchtzubereitung und das Warehouse Management im Tiefkühl-HRL sowie in einem staplerbedienten Containerlager übernimmt. Die Lösung bietet Zentis viele Vorteile:

  • Das zellular aufgebaute iWACS-System macht Unternehmen unabhängig von starren ERP-Standards
  • Die “Bottom-up-Integration” spart viel Geld und bietet überAnpassmodule die Möglichkeit alle heute bekannten oder zukünftigen Förder-, Lager-, Wäge- und Identsysteme in das Gesamtsystem einzubinden
  • Statt die Abläufe an das ERP-System anzupassen, werden alle Aufgaben unternehmensspezifisch optimal von heterogener Software gesteuert

Geht es um die Frage, wie die Software-Architektur eines Unternehmens gestaltet werden soll, stoßen meist zwei Ansichten aufeinander:
  • Der ERP-Anbieter plädiert für “Alles-aus-einer-Hand” und erwartet, dass der Anwender seine Organisation an die bereits programmierten Standards anpasst oder hohen Aufwand in die Individualprogrammierung steckt
  • Anbieter von hoch spezialisierten Subsystemen treten für die Systemintegration mehrerer Subsysteme ein und für die Programmierung von Schnittstellen zum ERP-System - so wenig wie nötig. Dabei argumentieren sie, dass Schnittstellen von leistungsfähigen Softwarepartnern heute sicher beherrscht werden und das Unternehmen - wie schon gesagt - viel Geld für Individualprogrammierung spart und sich obendrein weitgehend unabhängig von Releasewechseln beim ERP-System macht

Der zweite Lösungsweg, die “Bottom-up-Integration”, bietet eine weitaus höhere Flexibilität. Über sie lassen sich nahezu alle in Produktion und Logistik eingesetzten Techniken schnell und kostengünstig in ein Gesamtsystem einbinden. Voraussetzung ist jedoch ein softwaretechnisches “Backbone”, wie zum Beispiel die modular aufgebaute iWACS-Familie von Klug.

Wie aus den Bausteinen eines Lego-Baukastens lassen sich aus ihnen schnell und wirtschaftlich maßgeschneiderte Systemlösungen errichten. So steuert bei Zentis neben iWACS.WM ein weiteres Modul, iWACS.MFC , die Materialflüsse im Lager, aber auch im Bereich der Produktion, wo an einer Menge von Kochkesseln just-in-time vorbereitete und aufwändig qualitätsgeprüfte Früchte sowie Aromen bereitgestellt werden müssen. Der Systemverbund hat Zentis von relativ starren Reglements des ERP-Systems befreit und unter hoher Wirtschaftlichkeit zu einer völlig an die Anforderungen des Unternehmens angepassten Gesamtlösung mit hoch präzise programmierten Schnittstellen geführt.

Anpassungsfähige iWACS-Module bewirken eine hohe Homogenität der Lösung und eine optimale Nutzung aller Ressourcen. Diese Module lassen es zu, auch zukünftige Techniken in Gesamtsysteme einzubinden, da sie schnell und unter hoher Flexibilität programmiert werden können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie problemlos gegen ein neues Modul getauscht werden können. Dies wäre von großer Bedeutung, wenn ein Unternehmen z. B. von Barcode-ID auf die RFID-Technik umstellen will. Da solche Veränderungen oft vom Markt verlangt werden, steckt in den iWACS-Bausteinen und in deren Flexibilität die Zukunftssicherheit, die jedes Unternehmen braucht, da Märkte sich zusehends schneller verändern.

Beim Zentis-Projekt zahlte sich die hohe Flexibilität der Lösung bereits während der Laufzeit des Projektes aus, da zusätzliche Investitionen in die Anlagentechnik des Unternehmens die Modifikation der Software notwendig machten. Dazu mussten nur kleine Module verändert und andere neu programmiert werden, ohne die Gesamtlösung bei laufendem Betrieb zu beeinträchtigen.

iWACS verwaltet natürlich auch das Tiefkühllager mit seinen drei Gassen und 12.000 Stellplätzen sowie das Trockenstofflager, in dem weitere 6.700 Lagereinheiten Platz finden. Während iWACS.WM die Bestandsdaten aus der permanenten Inventur dem SAP-System übergibt, sind MES und WMS hinsichtlich der Durchführung von Ein- und Auslagerungen, aber auch in der Chargenverwaltung miteinander vernetzt. Steht die Auslieferung eines Containers mit einer Fruchtmischung an, startet das WMS die Auslagerung nur, wenn für die entsprechende Charge die Qualitätsfreigabe vorliegt. Dieses Beispiel steht exemplarisch für zahlreiche andere Verzahnungen der heterogenen Systeme, die sich bis in die Basisautomation hinein fortsetzen.

SAP-Subsysteme wie iWACS und die akribische Programmierung von Schnittstellen stellen eine der wichtigsten Kernkompetenzen von Klug dar. Ob es darum geht, iWACS.WM gleichzeitig mit mehreren Hosts zu koppeln oder mobile Datensysteme in eine Lösung einzubinden, nach der Inbetriebnahme ist von der Vielschichtigkeit nichts mehr zu spüren. Gleiches gilt hinsichtlich der Integration der unterschiedlichsten Steuerungs- und Automatisierungssysteme, denn es hat seinen Grund, dass Klug in seinem Namen den Zusatz “integrierte Systeme” trägt.

Ansprechpartner

Wolfgang Groß

Telefon: +49 (9671) 92 16 - 0

wgross@klug-is.de