Realisierte WMS-Projekte

iFD AG

Entwicklung und Implementierung eines Lagersteuerungssystems mit speziellen Lagerverwaltungsfunktionen für ein neues automatisches Behälterlager (ABL) in der Ausgleichswellenfertigung

Kunde

VW Sachsen GmbH / Motorenfertigung Chemnitz

Fertigstellung

01.10.2005

Land

Deutschland

Branche

  • Automobil

Beschreibung

Aufgabenstellung

Ablösung der manuellen Zwischenlagerung der Ausgleichswellen durch ein 2-gassiges automatisches Behälterlager

Folgende Anforderungen waren zu erfüllen:

  • Die Entnahme der Behälter von der Fertigungslinie soll mit einer Umstapelzelle erfolgen.
  • Die Lagersteuerung soll die automatische Einlagerung durch Kommunikation mit der Robotersteuerung ermöglichen und die bedarfsorientierte Bereitstellung von Leergut an die Umstapelzelle durch eine spezielle Pufferstreckenüberwachung sichern.
  • Die Einlagerung erfolgt in Form von Gebinden, d.h. zwei Behälter mit gleichen Artikeln werden aus Kapazitätsgründen übereinander auf einen Lagerplatz verbracht.
  • Die Auslagerung der Behälter wird durch Abrufsequenzen des VW-Logistiksystems LOGIS vorgegeben. Die Lagersteuerung hat dabei die Reihenfolge - Eilabrufe oder FIFO- durch entsprechende Vorgaben an die unterlagerten Steuerungen zu sichern.
  • Neben der automatischen Ein- und Auslagerung sind auch manuelle Ein- und Auslagerungen von Behältern mit Zahnrädern in die Ablaufsteuerung zu integrieren
  • Als unterlagerte Materialflusssteuerung für die Behälter sollte eine S7-Steuerung für Rollenbahnen und Verteilwagen sowie eine PC-Steuerung für die beiden RBG angebunden werden.

Realisierung
Die Realisierung erfolgte mit iFD-MWCS, einem komfortablen Lagersteuerungssystem, das mit einer funktional reduzierten, aber äußerst wirksamen Lagerverwaltung ausgestattet ist.

Sofort nach erfolgter Spezifizierung wurde iFD-PROVIS implementiert, um mit Fertigstellung des Basissystems die entsprechenden Schnittstellentests durchführen zu können. Das iFD-Tool für Prozessanalyse und -visualisierung PROVIS hat den großen Vorteil, dass damit auch die Entwickler der unterlagerten Steuerungen die Qualität, Robustheit und Performance ihrer Programme testen können.

Da Zu- und Abgänge im ABL vom überlagerten HOST-System angewiesen werden, fungiert die Materialsteuerung des iFD -MWCS als passives System. Durch die Ausstattung mit bestimmten Lagerverwaltungsfunktionen kann das iFD-MWCS jedoch im Notbetrieb eigenständig erforderliche Ein- und Auslagerungen durchführen, da es die Artikel- und Bestandsdaten sowie die LE-Zuordnung zu den Lagerfächern in der Datenbank mitführt. Diese Notbetriebsfunktionalität bei der Versorgung von Fertigungslinien ist ein gravierender Vorteil des iFD-MWCS gegenüber reinen MFR-Systemen, die bei Abbruch der Verbindung zum HOST ihre Belieferung einstellen.

Nutzeffekt
Sowohl den ursprünglich formulierten als auch den im Laufe der Projektbearbeitung weiterentwickelten Zielstellungen der Vertragspartner konnte in vollem Umfang entsprochen werden.

Folgende Effekte wurden erreicht

  • Einsparung von Personal und Lagerfläche
  • hohe Systemstabilität durch PROVIS-Testung
  • hohe Flexibilität durch Java-Entwicklungssystem und Objektorientierung
  • wesentliche Produktivitätserhöhung
  • hohe Transfersicherheit zum HOST-System durch MQ-Series-Treiber
  • sehr gute Referenz für die Einführung ähnlicher Systeme im Automobilbau mit einer ausgefeilten Notsystemstrategie und -organisation

Projektlaufzeit

6 Monate

Benötigte Software

Datenbank ORACLE 9i

Systemumgebung

übergeordnetes HOST-System (LOGIS)

Leistungskennzahlen

120 Ein- und Auslagerungen pro Stunde

Externe Schnittstellen

VW-LOGIS, RBG-PC, S7-Transportsteuerung

Ansprechpartner

Herr Ingolf Meske

Projektleiter

Telefon: +49 (0) 371/ 5388011