Realisierte WMS-Projekte

iFD AG

Projektbericht BMG Baugruppen- und Modulfertigung GmbH Glauchau

Kunde

BMG Baugruppen- und Modulfertigung GmbH Glauchau

Fertigstellung

20.07.2005

Land

Deutschland

Branche

  • Automobil

Beschreibung

Aufgabenstellung

Die iFD AG Chemnitz führte bei einem der größten sächsischen Zulieferer für den Automobilbau, der BMG GmbH in Glauchau, erfolgreich eine Systemmigration auf das iFD-MWCS durch und realisierte die Schnittstelle zu einem neuen HOST-System.

Der Auftraggeber
Die BMG Baugruppen- und Modulfertigung GmbH ist ein renommiertes sächsisches Unternehmen, das Bauteile für die PKW-Montage der VW Sachsen GmbH herstellt und assembliert. Die produzierten Baugruppen werden durch ein VW-spezifisches Abrufsystem just in time an die Montagebänder nach Mosel geliefert.

Die Ausgangssituation
Da die BMG Baugruppen- und Modulfertigung GmbH Zulieferer für die Fahrzeugmontage von VW ist, war sie von der Forderung des VW-Konzerns betroffen, bis spätestens Ende 2005 die Umstellung des VWAbrufsystems LISS auf das neue System LOGIS zu vollziehen. Daher musste den neuen Systemanforderungen entsprochen werden und die HOST-Schnittstelle des vorhandenen Lagerverwaltungs- und -Steuerungssystems LVSS 4.2, das die iFD AG schon 1998 geliefert hatte und das 2002 funktional erweitert wurde, auf das neue Datenprotokoll von LOGIS umgestellt werden. Gleichzeitig sollte die Gelegenheit genutzt werden, im Rahmen des anstehenden Projekts einige funktionale Änderungen vorzunehmen. Bei dem Lager der BMG GmbH handelt es sich um ein 11-gassiges Hochleistungssystem mit 11 RBG. Es besitzt ca. 60.000 – 90.000 Lagerplätze und stündlich werden ca. 600 Behälter ein- und ausgelagert.

Die Aufgabenstellung
Migration des vorhandenen iFD-LVSS 4.2/AKL auf iFD-MWCS 2004/AKL mit projekt-spezifischer Funktionserweiterung und Anbindung an das neue HOST-System LOGIS

Beauftragte funktionale Änderungen:

  • Umstellung des Betriebssystems auf MS Windows 2003 Server mit Standby Datenbank auf einem sekundären Server im Rechenzentrum
  • Ablösung des vorhandenen Cold-Standby-Systems
  • Verbesserung der Notorganisation durch Umstellung von bisher erfolgter Nutzung von Datenträgern auf Online-Datentransfer
  • Austausch der vorhandenen Server gegen leistungsfähigere Komponenten

Systemanforderungen:
maximale Stillstandszeit: 1Std. Funktion ohne Rückschaltung

Realisierungsanforderungen:
Inbetriebnahme an nur einem Wochenende
Schnittstellentests ebenfalls nur an einem Wochenende

Das Konzept
Um einen störfreien und zielgerichteten Projektablauf zu garantieren, wurde die Strategie zu einer optimierten Verfahrensweise und Projektablauf zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer auf der Grundlage einer detaillierten Prozessanalyse und alternativen Lösungsmöglichkeiten abgestimmt. Dabei konnte auf bewährte Lösungswege, die bereits bei der Realisierung von Projekten der VW Sachsen GmbH, Motorenfertigung Chemnitz, konzipiert wurden, zurückgegriffen werden.

Für die Realisierung der Aufgabenstellung des Kunden gab es zwei prinzipielle Möglichkeiten, zum einem das vorhandene Lagersteuerungssystem zu erweitern oder zum anderen das bestehende System auf das aktuellere Micro Warehouse Control System der iFD AG (iFD MWCS) zu migrieren, das bereits die gewünschte Funktionalität besitzt. Da das browserorientierte iFD-MWCS mit seiner modularen Systemstruktur wesentliche Vorzüge für diesen Einsatzfall aufwies und bereits bei anderen Projekten von Automobilzulieferern sehr stabil lief, wurde für eine Migration entschieden.

Aufgrund der begrenzten Zeit, die für die Inbetriebnahme und Schnittstellentests an der Anlage zur Verfügung stehen sollte, wurde genau definiert, wie Entwicklung, Funktions- und Performancetests im Labor der iFD AG erfolgen können.

Durch Beibehaltung der vorhandenen Schnittstellen zu den unterlagerten Steuerungen sollte der Schnittstellensimulator genutzt werden, der bereits 2002 für BMG entwickelt wurde.

Bestandteil des Konzepts war es auch, in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber eine neue Lösung zur Datenspiegelung durch eine Standby Datenbank zu entwickeln.

Die Realisierung
Das eingesetzte Produkt iFD-MWCS hat sich schon mehrfach bei Zulieferfirmen der Automobilbranche hervorragend bewährt. Daher konnte bei der Projektrealisierung auf Erfahrungen zurückgegriffen werden, die sehr hilfreich für eine äußerst zügige Projektbearbeitung mit hoher Planungssicherheit waren.

Die Migration erfolgte nach dem Qualitätsmanagementstandard der iFD AG bei sehr verkürzten Zeitfenstern. Für das Projektmanagement und die Koordinierung der Schnittstellenabstimmung zum HOST sowie den unterlagerten Steuerungen (UST FT / UST RBG) war die iFD AG verantwortlich. Für die Pflichtenhefterstellung standen 5 Tage, für das Design 3 Tage zur Verfügung. Der Test der HOST- Schnittstelle zu VW LOGIS wurde an nur einem Tag bewerkstelligt, denn aufgrund der Erfahrungen bei vergleichbaren Projekten war kein funktionsfehlerbedingter Rückstieg erforderlich. Die Inbetriebnahme erfolgte an einem verlängerten Wochenende von Freitag bis Montag mit dem Ergebnis, dass am Dienstag das System wieder uneingeschränkt und mit voller Last laufen konnte. Aufgrund der Systemstabilität war eine Woche Produktionsbegleitung nach der Inbetriebnahme ausreichend.

Bereits beim Inhousetest konnten dem Kunden mit dem Simulationstool iFD-PROVIS alle Funktionen vorgeführt und das Leistungsverhalten demonstriert werden. Dabei wurden in der Simulation nicht nur 600, sondern 1000 Behälter ein- und ausgelagert.

Der Nutzeffekt
Sowohl den ursprünglich formulierten als auch den im Laufe der Projektbearbeitung weiterentwickelten Zielstellungen der Vertragspartner konnte in vollem Umfang entsprochen werden. Folgende Effekte wurden erreicht:

  • termingerechte Erfüllung der Forderung der VW AG nach Schnittstellenanpassung an das neue HOST-System LOGIS
  • Verbesserung der Notorganisation
  • Realisierung einer proaktiven Systemüberwachung durch Aktivierung von iFD-SYSMON
  • deutliche Verbesserung der Anlagenvisualisierung
  • installierte Lagerverwaltungsfunktionen ermöglicht Ein- und Auslagerung der Waren durch mehrere Kunden
  • höhere Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit durch den Einsatz leistungsstarker Server mit Standby Datenbank

Projektlaufzeit

3 Monate

Ansprechpartner

Herr Ingolf Meske

Projektleiter

Telefon: +49 (371) 53 88 032

Ingolf.Meske@ifdag.de