Realisierte WMS-Projekte
Westfalia Logistics Solutions Europe GmbH & Co. KG

Modernisierung steigert Effizienz und Funktionssicherheit
Kunde
IVECO MAGIRUS AG, Ulm
Fertigstellung
22.05.2006
Beschreibung
Aufgabenstellung
Für die IVECO MAGIRUS AG in Ulm entwickelte Westfalia Logistics Services ein Konzept für den Bereich Lager- und Fördertechnik. Die Modernisierung eines veralteten Lagersystems sollte die Effizienz und Funktionssicherheit deutlich erhöhen. Das umgesetzte Konzept ist zugleich zukunftsfähig für neue logistische Aufgaben – nicht zuletzt durch den Einsatz von Savanna.NET, der sicheren, modular aufgebauten Software-Lösung.
Die Ausgangssituation
In Ulm unterhält die IVECO MAGIRUS AG seit über 30 Jahren ein Logistikzentrum. Aufgrund des Alters ergab sich in diversen Bereichen ein hoher Modernisierungsbedarf. Die Lagerlogistik sollte auf zukünftige Anforderungen eines reibungslosen Warenflusses ausgerichtet werden. Folgenden Verbesserungsbedarf ergab die Ist-Analyse: Das integrierte, 9-gassige Einzelplatzlager mit ca. 13.680 Stellplätzen wies im Bereich der Aggregate sehr hohe Abnutzungserscheinungen auf. Die Elektrohängebahn (EHB) in der Lagervorzone erfüllte die logistischen Anforderungen nicht mehr zufrieden stellend. Das Lager wird zukünftig auch von der IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik GmbH genutzt. Das erfordert eine mandantenfähige Verwaltung des Hochregallagers. In der Lagervorzone selbst sollten die Kommissionierungsvorgänge in den Materialfluss integriert werden, ebenfalls unter Berücksichtigung der Mandantenfähigkeit. Im Bereich der Fördertechnik wiesen die Trägerpaletten aus Metall sehr schmale Transportkufen auf (Abmessungen 1200 mm x 1000 mm). Die Verwendung von standardisierter automatischer Fördertechnik war damit erheblich eingeschränkt, eine individuelle Lösung erforderlich.
Das Konzept
Ende Mai 2005 schrieb IVECO MAGIRUS den Auftrag aus. Westfalia Logistics Services überzeugte mit einem innovativen Konzept, einer praxisorientierten Umsetzungsstrategie und einem zielorientierten Projektmanagement. Das Westfalia- Team definierte folgende Ziele: Leistungssteigerung im Bereich der Lagervorzone. Nutzung und Verwaltung des Lagers von zwei Mandanten mit unterschiedlichen HOST- und Software-Systemen (PMI bzw. APDIAS). Notstrategie und Nutzungsänderung beim Ausfall eines Mandantenbereiches. Umsetzung der Maßnahmen innerhalb kürzester Zeit.
Die Realisierung
Das Herzstück der neuen Lagervorzone bilden die beiden Verschiebewagen, auf denen jeweils eine Teleskopgabel aufgesetzt ist. Die Wagen übernehmen die Ver- und Entsorgung der Aufgabe- und Abnahmeplätze, der Kommissionierplätze und der Übergabeplätze für das Lager. Bei den baulichen Veränderungen verfuhr Westfalia nach dem Motto „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Deswegen richteten die Westfalia-Experten für beide Unternehmen jeweils drei Abgabestationen (zum Teil als Kommissionierplätze) und jeweils eine Palettenaufgabe ein. Im Lagerbereich von IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik stattete Westfalia die neuen Kommissionierplätze mit Scherenhubtischen zum Heben und Senken der Paletten aus, damit ein ergonomisches Arbeiten jederzeit gewährleistet ist. Bei der Aufteilung des Lagers verfügt jedes Unternehmen über die gleiche Anzahl an Stellplätzen. Das Problem, wie im Notfall zu verfahren ist, wird durch die Verschiebewagen gelöst. Im Fall einer Störung fährt der defekte Verschiebewagen in eine Parkposition. Die Störung lässt sich anschließend beheben, ohne den Normalbetrieb zu unterbrechen. Ein anderer Verschiebewagen übernimmt dann die Ver- und Entsorgung. Zur zentralen Steuerung des Logistiksystems entschieden sich die Experten für den Einsatz der Software Savanna.NET. Sie dirigiert den Materialfluss, die Kommissioniervorgänge und sorgt auch für die Mandantentrennung. Die Realisierung erfolgte als mandantenfähige Multiside-Installation, das heißt im Falle von IVECO führt ein LVR zwei Firmen und zwei Lagersysteme. Aufgrund ihres modularen Aufbaus lässt sich die Software an die individuellen Aufgaben vor Ort anpassen und problemlos in die Prozesse integrieren. Ein weiterer Vorteil: Die Software wächst kontinuierlich und dynamisch mit den zukünftigen Anforderungen mit.
Das Fazit
Die Übergabe erfolgte im Mai 2006.Während der Umrüstphase konnte ein durchgehender Betrieb ohne nennenswerte Engpässe gesichert werden. In nur fünf Monaten realisierten die Westfalia-Spezialisten – stets im Dialog mit dem Projektteam von IVECO MAGIRUS – die gesamte Modernisierung. Alle definierten Ziele wurden damit im verabredeten Zeitraum erfüllt.Die Stichworte für den erfolgreichen Projektverlauf lauten Flexibilität, Kooperation und Branchenerfahrung von Westfalia Logistics Services.
Die Projektdauer
22. 12. 2005 bis 22. 05. 2006 (Fünf Monate)
Die Leistungen der Software
Modernisierung der Aggregate, Lagervorzone, Elektrohängebahn und Fördertechnik Umsetzung der Mandantenfähigkeit für zwei Unternehmen
Der Nutzen
Die Realisierung erfolgte als mandantenfähige Multiside- Installation, das heißt im Falle von IVECO führt ein LVR zwei Firmen und zwei Lagersysteme. Zwei Mandanten nutzen eine Software für unterschiedliche Funktionen: einmal für den Materialfluss und einmal für die Lagerverwaltung
Die technischen Daten
Integriertes, 9-gassiges Einzelplatzlager Ca. 13.680 Stellplätze
Projektlaufzeit
5 Monate

































































































