Realisierte WMS-Projekte

Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG

Getränkelogistiker Trinks setzt neuen Standard für die Getränkebranche

Kunde

Getränkelogistik Trinks

Fertigstellung

26.02.2004

Land

Deutschland

Branche

  • Speditionen
  • Getränke

Beschreibung

Aufgabenstellung

Der marktführende Getränkelogistiker Trinks beliefert bundesweit mehr als 5.000 Kunden mit insgesamt 15.000 Abladestellen. Durch den Einsatz der Lagerführungssoftware LFS 400 in seinen 19 Niederlassungen setzt das Unternehmen neue Maßstäbe für die Getränkebranche: Das System ermöglicht Trinks eine innovative, aufeinander abgestimmte Steuerung der Stapler und Kommissionierer. Zu den Ergebnissen der Softwareintegration gehören deutliche Effizienzsteigerungen in den Prozessabläufen. Durch den Pick-by-Voice-Einsatz wurde z. B. die Kommissionierqualität so hoch, dass eine aufwendige Nachkontrolle der kommissionierten Ware entfällt.

Außergewöhnliche Projektanforderungen
Die 19 Niederlassungen des Getränkelogistikers Trinks unterscheiden sich sehr stark in ihren Strukturen: Unterschiedliche Warenund Umschlagsvolumen, verschiedene Standortdimensionen und Prozessabläufe sowie eine variierende Produktvielfalt kennzeichnen die jeweiligen Standorte. Mit dem bisherigen System konnte Trinks die Anforderungen der EU-Verordnung 178/2002 nicht gewährleisten. Der Getränkelogistiker war daher auf eine leistungsfähige Software angewiesen, die qualitativ hochwertige Prozessabläufe ermöglichte. Außerdem sollte sie den Anforderungen und den Besonderheiten der einzelnen Standorte gerecht werden. Zukünftige Anforderungen der Getränkeindustrie und des Getränkefachhandels sollten darüber hinaus bei der weiteren Softwareentwicklung berücksichtigt werden. Trinks entschied sich für das marktführende Lagerführungssystem LFS 400, da es die definierte Aufgabenstellung erfüllte und bereits einen sehr hohen Funktionsumfang im Standard der modular konzipierten Software enthält.

Einsatzbeispiel: LFS 400 in der Trinks-Niederlassung Kassel
Die Trinks-Niederlassung Kassel verfügt über eine 5.500 m2 große Lagerhalle, 40 Mitarbeiter sind im Lager beschäftigt. Die Lagerkapazität liegt bei 5.000 Palettenplätzen: jeweils 2.500 befinden sich im Blocklager bzw. im Regallager. Im Blocklager verwahrt Trinks ausschließlich artikelreine Originalpaletten mit hoher Umschlagshäufigkeit. Diese A-Artikel werden bei der Beladung der LKWs palettenweise ausgelagert oder zur Nachschubsteuerung verwendet. C-Artikel wie Säfte, Eistee oder Alcopops kommissioniert Trinks im Durchlaufregal für Kleinteile. Die übrigen Durstlöscher und Genussmittel kommissioniert Trinks kasten- bzw. fassweise im Palettenkommissionierlager oder sie kommen direkt aus dem Blocklager. Leergut wird auf einer Freifläche gelagert. Wie auch in den anderen Niederlassungen erfasst und verwaltet Trinks in Kassel seine Bestellungen in dem durch Trinks modifizierten Warenwirtschaftssystem Dogas. Nachdem die Bestellungen bzw. Kundenaufträge im Tourenplanungssystem des Anbieters Corbit Connect verschiedenen Touren zugeordnet wurden, stellt Dogas die Daten dem Lagerführungssystem zur Verfügung. LFS 400 handelt nun den kompletten Logistikprozess und meldet anschließend die Ist-Daten inklusive Charge, NVE, MHD usw. an Dogas zurück.

Innovative Integration von Yardmanagement und Transportleitsystem
Das bestehende Transportleitsystem (TLS) von LFS 400 ermöglicht eine optimale Auslastung der Stapler und trägt zu einer erheblichen Reduzierung der Leerfahrten bei. Durch die TLSFunktionalität setzt Trinks die Prozessabläufe im Warenein- und -ausgang sowie bei der Leergutverladung online um. Das TLS gewährleistet außerdem eine automatische Nachschubsteuerung und eine perfekt abgestimmte Koordination der Staplerfahrer und Kommissionierer. Das bedeutet eine maßgebliche Zeitund daraus resultierende Kostenreduzierung. Aktuell entwickelt Ehrhardt + Partner gemeinsam mit dem Getränkelogistiker Trinks ein Yardmanagement, das speziell auf die Anforderungen von Getränkefachgroßhändlern zugeschnitten ist. Nach der Umsetzung dieser innovativen Entwicklung wird jedem LKW, der im Wareneingangsbereich eintrifft, von der in LFS 400 integrierten Funktion Yardmanagement eine Ladestelle zugeordnet. Durch die geplante Verknüpfung des Yardmanagements mit dem Transportleitsystem (TLS) ermöglicht LFS 400 eine noch optimiertere Abstimmung des kombinierten LKW- und Staplerverkehrs auf dem Trinks-Gelände.

Einfache Bedienung über grafische Touchscreen-Terminals
Vor der Systemumstellung erfasste der Staplerfahrer die Daten des Be- und Entladevorgangs inklusive Leergutangaben mit Stift und Papier. In einem zweiten, zeitverzögerten Arbeitsschritt wurden die Daten manuell im EDV-System nacherfasst. Heute werden diese zeitintensiven Abläufe eingespart: Dem Staplerfahrer werden alle notwendigen Daten von LFS 400 in einem Touchscreen- Terminal zur Verfügung gestellt. Der extra große Touchscreen-Nummernblock wurde eigens von E+P für die mit Handschuhen bekleideten Staplerfahrer ausgearbeitet. Um den Prozessablauf so effizient wie möglich zu gestalten, hat E+P einfache, für die Getränkeindustrie spezifische Touchscreen-Dialoge entwickelt. Bei der Vollgutentladung liest der Staplerfahrer an der LKWLadestelle mit einem an das Terminal angeschlossenen Scanner den Barcode der NVE-Etiketten ein. Daraufhin vergleicht LFS 400 die Produktdaten mit den Bestellungen und übernimmt die Chargen- und Produktinformationen. Gleichzeitig ermittelt das System einen geeigneten Lagerplatz und zeigt diesen dem Mitarbeiter an. Bei der Ankunft der Palette am Lagerplatz stellen Prüfziffern die Abgabe am richtigen Stellplatz sicher.

Effiziente Prozessabläufe durch Pick-by-Voice
Im Zusammenhang mit dem LFS 400-Einsatz integrierte die Trinks GmbH auch die von E+P entwickelte Pick-by-Voice-Technik der 2. Generation. Ein entscheidender Vorteil dieser Technologie liegt darin, dass der Kommissionierer beide Hände frei hat und so parallel zur sprachgesteuerten Dateneingabe Ware kommissionieren kann. Bei Trinks tragen die Mitarbeiter ein kleines handelsübliches PDA-Gerät am Gürtel und können über ein daran angeschlossenes Headset mit LFS 400 kommunizieren. Das System führt den Kommissionierer zu dem Lagerplatz und weist ihn an, welchen Artikel er in welcher Menge entnehmen soll. Aufgrund verschiedener Prüf- und Kontrollstufen im Voice-Dialog ist die Fehlerquote so gering, dass keine aufwendige Nachkontrolle der kommissionierten Ware notwendig ist. Der Prozessablauf wird somit viel effizienter und flexibler. Die Chargen- und Produktinformationen werden online dem jeweiligen Kundenauftrag zugeordnet, zusätzlich werden so die Prozesskosten reduziert.

EU-Verordnung erfüllt:
Lückenlose Chargenrückverfolgung
Durch den Softwareeinsatz und der damit verbundenen durchgängigen Bestandsverwaltung via NVEEtikettierung gewährleistet Trinks eine transparente Produkt- und Chargenrückverfolgung. Enthalten die Originalpaletten der Hersteller im Wareneingang bereits ein Etikett, so kann diese NVE-Nummer weiterverwendet und somit die Rückverfolgung bis zum Produzenten gewährleistet werden. Ist dies nicht der Fall, erzeugt LFS 400 eine eigene NVE-Nummer für die entsprechenden Paletten, die ebenfalls vom System archiviert und weitergeführt wird. Durch diese Nummer ist eine eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung der Ware über alle Prozesse im Lager möglich und es kann jederzeit auf die Bestellung rückgeschlossen werden. Auch für kommissionierte Paletten erzeugt LFS 400 ein neues NVE-Etikett. Über dessen Identcode können alle darin enthaltenen Artikel jederzeit recherchiert werden. Vor der Integration der Software erfolgte die Ein- und Auslagerung sowie die Kommissionierung über Beleglisten; Warenbewegungen wurden teilweise erst Stunden später nachgebucht. Durch den Einsatz von Datenfunk und Pickby- Voice gewährleistet LFS 400 heute Echtzeitbuchungen bei gleichzeitiger Einhaltung der EU-Verordnung.

Zuverlässiges Leergutmanagement
Neben der Bestandsverwaltung aller Artikel verwaltet Trinks den Bestand aller Leergutartikel des gleichen Pfandwertes über eine einzige Artikelnummer. Bei jedem Vorgang werden die entsprechenden Bestandsänderungen per Touchscreen- Terminal gebucht. LFS 400 meldet die entsprechenden Zuund Abbuchungen an das Warenwirtschaftssystem Dogas zurück. Anhand dieser lieferanten- bzw. kundenspezifischen Rückmeldungen berechnet und verwaltet Dogas dann die Leergutsalden für jeden Lieferanten bzw. Kunden. Neu ist der automatische Ausdruck der Leergut- und Palettenmengen auf dem Bestell- bzw. Lieferschein, den der LKW-Fahrer mit zum Lieferanten bzw. Kunden nimmt. Zuvor wurde die Leergutmenge manuell und damit zeitintensiv auf dem Lieferschein nachgetragen.

Ergebnisse im Überblick
Neben der Chargenrückverfolgung erfüllt Trinks mit LFS 400 auch alle anderen Anforderungen der EU-Verordnung 178/2002.

  • Der Getränkelogistiker realisiert eine optimal aufeinander abgestimmte Steuerung der LKWs, Stapler und Kommissionierer. Das Ergebnis sind effizientere Prozessabläufe.
  • Durch die parallel zum Datenfunk eingesetzte Pick-by-Voice-Technologie optimiert Trinks die Kommissioniervorgänge.
  • Eine durchgängige Bestandsverwaltung via NVE-Etikettierung ist gewährleistet.
  • Mit dem EDV-gestützten Cross-Docking werden die im Warenausgang benötigten Artikel direkt vom Wareneingang dorthin geleitet.
  • LFS 400 ermöglicht die Direktverladung von Originalpaletten von LKW zu LKW.
  • Die auf Originalpaletten der Hersteller enthaltenen NVE-Nummern werden von LFS 400 weiterverwendet.
  • Das Lagerführungssystem gewährleistet darüber hinaus ein zuverlässiges branchenspezifisches Retouren-Management.
  • Die Anbindung des Lagerführungssystems LFS 400 an das Tourenplanungssystem des Anbieters Corbit Connect sowie das Warenwirtschaftssystem Dogas ermöglichen eine hohe Planungssicherheit und einen durchgängigen Informationsfluss.

 

Ansprechpartner

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