Realisierte WMS-Projekte
COGLAS GmbH - Logistic Solutions

COGLAS Logistiksoftware bei der Stadtwerke Hannover AG
Kunde
Stadtwerke Hannover AG
Fertigstellung
02.02.1998
Land
Deutschland
Branche
- Baustellen
Beschreibung
Aufgabenstellung
Die Stadtwerke Hannover AG betreibt in Hannover ein Zentrallager für die Versorgung von Instandhaltungsmaßnahmen und Baustellen, sowie für die Belieferung von externen Firmen.
Seit der Modernisierung des Lagers im Jahr 1996 ist die COGLAS® Logistiksoftware dort im Einsatz. Neben dem Grundmodul werden die zusätzlichen Komponenten Kommissioniersteuerung, Wareneingangsverwaltung, Transportsteuerung und die ursprüngliche COGLAS-Schnittstelle zu SAP R/2 genutzt.
Ziel bei der Planung des Projekts war die allgemeine Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Optimierung des Materialflusses. Erreicht wurde dies durch den Einsatz von Datenfunkterminals und mit der Ansteuerung von dynamischen Lagersystemen wie zum Beispiel einem automatischen Kleinteilelager (AKL) mit doppeltiefer Lagerung, Paternostern und einem mehrgassigen Hochregallager mit Fördertechnik.
Damit auf Baustellen keine Leerlaufzeiten entstehen, sind kurze Reaktionszeiten notwendig. Die externen Mitarbeiter melden ihren Materialbedarf per Mobiltelefon an das Zentrallager. Ist der Auftrag im SAP-System aufgenommen, erhalten sie sofort die Auftragsnummer für die Abholung. SAP meldet die entsprechenden Auslageraufträge an das COGLAS® Logistiksystem. Die Zusammenstellung des Auftrags erfolgt umgehend und er steht zur Abholung bereit, wenn die Mitarbeiter von der Baustelle zurückkehren.
Migration auf SAP R/3
Inzwischen hat die Stadtwerke Hannover AG die Migration auf SAP R/3 abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde die COGLAS GmbH damit beauftragt, die Lagerverwaltung mit ihrer zertifizierten IDOC-Schnittstelle an das SAP Modul MM anzubinden. Dies konnte innerhalb von nur drei Monaten realisiert werden. Das SAP Modul WM kommt nicht zum Einsatz. Sowohl in der Administration als auch im operativen Bereich des Lagers haben sich dadurch keine Veränderungen ergeben. Durch die Beibehaltung des COGLAS® Systems wurden Umstellungskosten in den verschiedensten Bereichen vermieden. Dazu zählen Projektplanung, Betriebsorganisation, IT und im Personalbereich hinsichtlich Einarbeitung und Schulung.
Wirtschaftlichkeit durch COGLAS Funktionalitäten
Neben der Lagertechnik tragen zudem Software-Funktionalitäten zur Wirtschaftlichkeit bei. Hierzu gehören vor allem die papierlose Kommissionierung und Bereitstellung mittels des Einsatzes mobiler Datenfunkterminals im 2.4 GHz-Bereich für alle Ein- und Auslagerungen sowie Transportaufträge.
Der Druck von Artikeletiketten erfolgt kabellos über eine Infrarot-Schnittstelle die für den Hersteller LXE entwickelt wurde. COGLAS unterstützt bei artikel- und kundenspezifischen Stammdaten für Ladehilfsmittel, Buchungsarten als auch Lager-, und Kommissionierstrategien. Die Wareneingangs- und Auftragsübernahme aus dem SAP R/3 erfolgt online über einen EBCDIC / ASCII-Konverter. In COGLAS ist zudem der gesamte Materialflussrechner mit einer variablen Strategie zur AKL-Steuerung integriert.
Der Wareneingang
Anlieferungen erfolgen in die Wareneingangszone und werden nach erfolgter Prüfung von Stückzahl, Bestellnummer und ggf. zu erfüllenden Qualitätsmerkmalen in SAP gebucht. Über die Online-Schnittstelle werden diese Daten an COGLAS übergeben und die Wareneingangsscheine je Artikel gedruckt. Anhand der hinterlegten Stammdaten werden Einlagervorschläge gemacht. Hierfür stehen frei definierbare Sachmerkmale, Behälter, Ladehilfsmittel oder die Zonenzuordnung zur Verfügung.
Aufgrund der zwei automatischen Lagersysteme (AKL und HRL) werden kleinere und hochfrequentierte Teile im AKL, Kleinteile wie Schrauben in Paternostern, Großteile im HRL und Sperr- und Langgut im Boden- und Blocklager geführt. Nach Scannung eines Wareneingangscheines generiert COGLAS Transportaufträge. In Abhängigkeit der Artikel und Läger werden verschiedene Lagerstrategien umgesetzt (Festplatz, FiFo). Der Abschluß des Transportauftrages erfolgt durch die Quittierung und Scannung der Lagerplatzkoordinate des Bestimmungsortes.
Transportwagen
Zur vereinfachten Einlagerung werden Artikel mit gleicher Bestimmungszone einem - ebenfalls mit Barcode versehenen -Transportwagen zugeordnet.
Bei Einlagerungen in das AKL werden mit Scannung des Transportwagens alle Behälter angefordert, die benötigt werden die Ware einzulagern. Mit dem Hineinlegen der Ware in den Behälter wird dieser gescannt, die Menge bestätigt und der Behälter wieder in das AKL gefahren.
Auslagerungen
Nach der Erfassung eines Auftrages im SAP wird mit unter Berücksichtigung der Verfügbarkeitsprüfung die Auslagerung gebucht. Artikelspezifisch und in Abhängigkeit von Prioritäten und Auftragsarten werden automatisch in COGLAS Transportaufträge erzeugt.
Im Auftragsleitstand können diese manuell oder automatisch durch hinterlegte Kriterien, wie z.b. Auslastung der Mitarbeiter, zur Kommissionierung freigegeben werden.
Sobald sich ein Mitarbeiter über das Hand-Held in einer Zone anmeldet, werden ihm die offenen Transportaufträge dieser Zone angezeigt. Entsprechend der Wegeoptimierung werden die einzelnen Positionen bearbeitet und jede Entnahme am Lagerplatz durch Scannung der Lagerplatzetikette quittiert. Über eine Infrarot-Schnittstelle der Hand-Helds werden Artikeletiketten gedruckt und den kommissionierten Artikeln zur Identifikation zugeordnet.
Bereitstellungszone
Aufträge, die sich aus Waren zusammensetzten, die in verschiedenen Zonen liegen, werden in der Bereitstellungszone gesammelt. Mit der Scannung des letzten Artikels eines Auftrages in die Bereitstellungszone, wird dieser als vollständig gekennzeichnet und der Warenausgangsschein gedruckt.
Systemkomponenten
- Anbindung der Lagerverwaltung an SAP MM
- Datenfunk (DF) mittels Hand-Helds
- Ansteuerung AKL über Siemens SPS5
- Kommunikation mit vollautomatischen HRL
Ansprechpartner
Hakan Gökce
Vertriebsleitung
Telefon: +49 (0) 5031-9417-51
goekce@coglas.com
































































































