Realisierte WMS-Projekte
PSI Logistics GmbH

Software wächst flexibel mit
Kunde
Weiss Chemie GmbH & Co. KG
Fertigstellung
01.06.2009
Land
Deutschland
Branche
- Chemie
Beschreibung
Aufgabenstellung
Weiss Chemie installiert Warehouse-Management-System von PSI Logistics
Die Firmengruppe Weiss Chemie hat ihren Lagerstandort Haiger mit dem Warehouse-Management- System PSIwms modernisiert und die Produktivität gesteigert. Die Software konnte innerhalb von weniger als drei Monaten nach Auftragsvergabe die Prozesssteuerung und Verwaltung im neuen Lager übernehmen. Die Vorteile aus den Systemsstandards der multisite-fähigen Software ermöglichten die Optimierung der gesamten internen Logistik zwischen Einkauf, Produktion und Versand sowie die Einbindung weiterer Läger.
Durch Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und einen hohen technologischen Anspruch den Kunden klare Nutzenvorteile bieten – angesichts eines dynamischen Firmenwachstums wurde dieser Leitsatz der Firmengruppe Weiss Chemie GmbH & Co. KG, Haiger, immer schwerer umsetzbar. „Die Lagerhaltung für Produktion und Versand war geprägt von einer Art Herrschaftswissen“, erklärt Andreas Pieck, Leiter DV und Organisation des Traditionsunternehmens in der Klebstoffund Verbundelemente-Technologie.
„Die Bestände waren lediglich summiert in unserem ERPSystem erfasst. Die genauen Lagerorte kannten nur jene Mitarbeiter, die die Waren eingelagert hatten. Keine Transparenz, zeitaufwändige Suchereien und ein hohes Beschädigungsrisiko bei Umlagerungen. Ein Zustand, der angesichts unseres Unternehmenswachstums und der Qualitätsansprüche an unsere Produkte nicht mehr haltbar war.“
Die Entscheider der Firmengruppe beschlossen für den Geschäftsbereich Verbundelemente (VE) am Standort Haiger die Installation halbautomatisierter Lagertechnik und die Implementierung eines modernen Warehouse- Management-Systems. „Eine effiziente Paletten-Verschieberegalanlage war schnell identifiziert“, sagt Pieck. „Die Auswahl der Software war schwieriger. Wir wollten keine Fehler machen, suchten einen investitionssicheren Anbieter sowie ein System, das sich auf unsere Anforderungen zuschneiden ließ und auch mitwachsen konnte.“
Für die Auswahlprozesse nutzte Weiss Chemie unter anderem das Datenbank-Angebot des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik (IML), Dortmund. Darin können Nutzer ihr Anforderungsprofil in einem Fragebogen beschreiben, nach dem dann aus der Datenbank die passenden Produkte und Anbieter ausgewählt werden. „Der Zuschlag erfolgte schließlich nach Besichtigung von Referenzanwendungen“, so Pieck. „Nach eingehender Prüfung entschieden wir
uns für das Warehouse-Management- System PSIwms von PSI Logistics.“
Verschiedenste Lagertypen bereits im Standard abgebildet
Mit seinem Funktions- und Leistungsumfang zählt das Warehouse-Management-System von PSI Logistics GmbH, Berlin, dem auf Logistik-IT spezialisierten Tochterunternehmen des PSIKonzerns, zu den modernsten und leistungsfähigsten im Markt. Bereits im Standardumfang unterstützt die Software alle relevanten Lagerformen, -strategien und -technologien und bietet alle Funktionen, um die Geschäftsprozesse in einem Lager zu steuern, zu koordinieren und abzubilden. Das sichert kurze Implementierungsphasen.
Darüber hinaus verfügt das Warehouse- Management-System über weitreichende Management- und Dispositionsfunktionen für eine nachhaltig optimierte Bestandshaltung sowie kosteneffizientes Ressourcenmanagement. Mit seiner aspektorientierten Systemarchitektur ist das Standardprodukt zudem sehr flexibel, lässt sich komfortabel auf die Anforderungen oder geänderte Geschäftsprozesse zuschneiden und optimal in vorhandene Infrastrukturen integrieren. Dimensionen, die weit mehr bieten, als die Anforderungen von Weiss Chemie ursprünglich verlangten.
„Wir fokussierten vorrangig eine schlanke Lösung für die transparente Steuerung und Verwaltung unserer Lagerprozesse – und eine kurze Implementierungsphase, weil das Verschieberegal bereits aufgebaut wurde“, erklärt Pieck. 750 Palettenstellplätze für jeweils bis zu vier Paletten übereinander stehen in den 14 mobilen Regalzeilen der Anlage zur Verfügung – insgesamt sind rund 2500 Ladungsträger mit verschiedenen Artikeln zu verwalten. Zudem bieten in Haiger ein Blocklager sowie Bodenlagerung weitere 350 Palettenstellplätze für den Geschäftsbereich Verbundelemente. Das entsprechend zugeschnittene IT-System für die Verwaltung und Steuerung der Verschieberegalanlage sowie der anderen Lagerplätze konnte PSI Logistics innerhalb kürzester Zeit installieren.
In weniger als drei Monaten nach der Auftragsvergabe konnte die gesamte Anlage wie geplant den Betrieb aufnehmen. „Eine unglaublich kurze Projektrealisierung“, urteilt der DV-Leiter. „Und während der Projektierung wurden uns in der Praxis die vielfachen Möglichkeiten und Vorteile bewusst, die uns das System außerdem bietet.“
Kurzfristig wurde eine weitere Projektphase eingeleitet, in der letztlich vom Einkauf über die Produktion bis zum Versand die gesamten Materialflüsse des Geschäftsbereichs VE in PSIwms eingebunden und über die Software abgebildet wurden. Zur Optimierung der erforderlichen Transporte zwischen den Lägern und Produktionsmaschinen sowie der entsprechenden Betriebsdatenerfassung verfügt das PSIwms bei Weiss Chemie zudem über ein Staplerleitsystem. Sicher gesteuerte Materialflüsse, geregelte, zeitlich definierte Prozesse und eine automatische, zeit- und bedarfsgerechte Materialreservierung und -bereitstellung sorgen inzwischen nicht nur für hohe Transparenz bei der Bestands- und Lagerplatzverwaltung. „Durch die zwangsgeführten Lager- und Versorgungsprozesse ist der Produktionsdurchsatz deutlich schneller und effizienter geworden“, fasst Pieck zusammen. „Nach diesen Erfolgen haben wir Ende 2008 auch den zweiten Geschäftsbereich Chemie auf neue informationstechnische Beine gestellt und das Warehouse- Management- System für die beiden Geschäftsbereiche Mitte 2009 auf einen leistungsstarken, gemeinsamen Server migriert.“
Rund 2300 Großpaletten- Stellplätze umfassen die 75 Lagerbereiche des Geschäftsbereichs Chemie (CH). Durch schnitt lich 3500 Transporteinheiten sind darin gelagert. Darüber hinaus sind vier Tanks und ein Außenlager in Klingspor in die Prozesse eingebunden. Insgesamt werden auf den rund 27500 ² Produktionsfläche am Standort pro Jahr mehr als 5000 t Klebstoff, 770 t Reiniger und 800000 m² Sandwich-Platten für die Bauindustrie hergestellt. In einem ersten Schritt des Folgeauftrags wurde PSIwms auf einem neuen Server für den Geschäftsbereich Chemie installiert.
Wichtigste Funktionalitäten waren dabei – analog der Verbundelemente – neben der Produktionsversorgung inklusive Erfassung der Warenein- und Warenausgangsbereiche und der dynamischen Lagerplatzkonvertierung mit mehreren Paletten auf einem 3er-Euro-Stellplatz insbesondere die Verwaltung von Mischpaletten und vorkommissioniert eingelagerter Kundenaufträge sowie die Strategien wegeoptimierter Auftragsbearbeitung. Von großer Bedeutung war ferner die Einbindung eines Lagerleitstandes, der unter anderem die Aufträge und Bearbeitungsstatus und die Einstellungen des Staplerleitsystems abbildet.
Standortübergreifende Verwaltung mehrerer Läger
Mit den neuen, standortübergreifenden Verwaltungstools in PSIwms wurde schließlich im Juni 2009 die Software für beide Geschäftbereiche der Weiss Chemie auf einem Server vereint. Denn PSIwms ist multisite-fähig.
Mit dem Warehouse-Management- System lassen sich einerseits die einzelnen Standorte der beiden Geschäftsbereiche von Weiss Chemie in jeweils eigenen Prozesslandschaften führen, herunterfahren und verändern. Andererseits kann ein so genannter Superuser Einblick auf die Bestände und Verhältnisse aller angebundenen Standorte nehmen. Somit müssen nicht für jeden Mandanten und jedes Lager eigene Server und Datenbanken eingerichtet werden. Überdies profitieren alle Läger von der Gesamtfunktionalität des Systems und können auf Innovationen von PSIwms zugreifen.
Inzwischen verwaltet und steuert PSIwms bei Weiss Chemie die gesamten Lager- und Materialflüsse der beiden Geschäftsbereiche Verbundelemente und Chemie. „Eine effiziente Software, die mit ihren vielfältigen Funktionalitäten unsere Prozesse hinsichtlich Technologie und Produktivität auf einen ganz neuen Level gehoben hat“, resümiert Pieck. „Eine moderne, mitwachsende IT-Lösung, die nicht nur hohe Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit bietet, sondern auch maßgeblichen Einfluss auf das Wachstum unseres Unternehmens hat. Wenn man das auf die Durchsatzsteigerung infolge effizienterer Prozesse basierende Umsatzwachstum zugrunde legt, können wir seit der ersten Einführung von PSIwms mit Steigerungen von rund 20 Prozent argumentieren.
Damit hat sich die Investitionsentscheidung nicht nur bestätigt. Die Investition hat sich sogar schnell amortisiert. Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.“
Quelle: FM Das Logistik-Magazin 11-12/2009

































































































