Realisierte WMS-Projekte
KNAPP AG

Fahrerloses Transportsystem KiSoft AUTOMOVE für SPAR in St. Pölten
Kunde
SPAR, St. Pölten
Fertigstellung
30.09.2009
Land
Österreich
Branche
- Lebensmittel
Beschreibung
Aufgabenstellung
Pünktlich zum 30 Jahre Jubiläum des SPAR Lagers St. Pölten in Österreich fiel die Entscheidung auf fahrerlose Transportfahrzeuge, um den steigenden Versandmengen Herr zu werden. KNAPP Systemintegration liefert die neue innovative Logistiklösung, das fahrerlose Transportsystem KiSoft AUTOMOVE.
Aufgrund der ständigen Steigerung des Marktanteils von SPAR in Ostösterreich erhöht sich auch dementsprechend das Versandvolumen im Regionallager St.Pölten. Vor dem Hintergrund dieses steigenden Versandaufkommens war es daher das Ziel des Projektes, die Mitarbeiter in der Versandbereitstellung des Lagers St. Pölten durch den Einsatz von fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTFs) für die selbständige Durchführung von Transportaufgaben im Versand zu entlasten.
Die Idee war es, immer wiederkehrende Aufgaben an FTFs zu übertragen und damit einen Teil der Transportgrundlast abzudecken. Dies bringt insbesondere in den lohnkostenintensiven Morgen- und Abendstunden eine hohe Effizienzsteigerung, da sich die Mitarbeiter voll und ganz auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können. Der konkrete Aufgabenbereich der fahrerlosen Transportfahrzeuge ist dabei der Transport von beladenen Rollcontainern und Europaletten von den Übergabeplätzen nach der Kommissionierung in den LKW-Verladebereich. Bei den Waren handelt es sich um gekühlte Ware wie Wurst, Käse und Milchprodukte sowie Obst & Gemüse.
Die Rollcontainer werden dabei von den FTFs vollautomatisch und präzise in der vorgegebenen Verladelinie abgestellt und im Anschluss von den Spediteuren in die LKWs geladen, welche die Produkte an ihren Bestimmungsort bringen.
Neben den fahrerlosen Transportfahrzeugen werden auch weiterhin manuell betriebene Stapler eingesetzt, um mit diesem Mischbetrieb flexibel auf Anforderungsspitzen reagieren zu können, welche besonders vor Wochenenden und Feiertagen entstehen.
Zu den Herausforderungen dieses Projektes zählte einerseits das hohe Verkehrsaufkommen im Versandbereich und andererseits die Tatsache, dass die vorhandene Verkehrsfläche sowohl von den fahrerlosen Transportfahrzeugen als auch von den manuell betriebenen Staplern genutzt wird, was insbesondere in den schmalen Gängen und den engen Verladelinien zum Tragen kommt. Diesbezüglich war es für SPAR wichtig, dass für den FTF-Einsatz keine baulichen Veränderungen im Lager vorgenommen werden müssen. Um das hohe Versandvolumen zu bewältigen, können bei jedem Transport entweder 3 Rollcontainer, eine Europalette oder eine Europalette und ein Rollcontainer transportiert werden. Jeder dieser Ladungsträger kann für eine andere SPAR Filiale bestimmt sein und ist daher vom FTF im Versandbereich beim jeweiligen Versandtor bzw. in der vorgegebenen Verladelinie abzustellen.
KiSoft AUTOMOVE
Nach eingehender Prüfung und Analyse der Situation wurde festgelegt, dass für diese Transporte in den Versandbereich vier fahrerlose Transportfahrzeuge eingesetzt werden sollen. Um die Vorteile von Serienfahrzeugen, wie Verlässlichkeit, Robustheit, günstige Anschaffungskosten und Wartung durch SPAR-eigene Servicetechniker nutzen zu können wurde entschieden, dass 4 Standardstapler STILL CX20 durch Automatisierung zu FTF aufgerüstet werden.
Weiters war es für SPAR wichtig, dass die FTFs im Bedarfsfall auch manuell bedient werden können. Für die Navigation der FTFs wird die in der Intralogistik bewährte Lasernavigation eingesetzt. Die FTFs orientieren sich an einer „digitalen Landkarte“. Diese wurde durch das Erfassen des Lager-Layouts und durch das softwaretechnische Einzeichnen der virtuellen Leitlinie – der möglichen Fahrwege der FTFs – erstellt. Jedes FTF bestimmt seine Position im Lager mittels Lasernavigation anhand von Reflektoren, die einfach an der Wand oder an Regalen montiert sind. Dies gewährleistet jederzeit die höchstmögliche Präzision. An jedem FTF sind sowohl zertifizierte Sensoren für die Personensicherheit als auch ein Sensor für die Kollisionsvermeidung installiert, damit die entsprechenden Sicherheitsabstände immer eingehalten werden und es zu keiner Kollision kommt.
Die FTFs bewegen sich im Lager mit 1,5 m/s vorwärts und 1,0 m/s rückwärts, womit eine rasche Abarbeitung der Aufträge sichergestellt ist. Die Aufträge werden von der zentralen Leitsteuerung verwaltet und optimiert und an die entsprechenden Stapler weitergegeben. Besondere Herausforderungen in diesem Projekt bestanden anfangs in der Organisation des gemischten Betriebes von automatisierten und manuell betriebenen Staplern, da sich die Mitarbeiter erst an das Verhalten der autonom agierenden FTFs gewöhnen mussten sowie aufgrund der erforderlichen exakten Positionierung der Rollcontainer in der Verladelinie. Diese Anforderung wurde aufgrund der geringen Abstände der Rollcontainer in der Verladelinie durch zusätzliche Sensoren an den Gabeln gelöst.
Durch die zufriedenstellende Integration des fahrerlosen Transportsystems in den operativen Betrieb des Lagers werden im SPAR Regionallager St. Pölten bereits weitere Einsatzgebiete für FTFs evaluiert. KiSoft AUTOMOVE ist dabei ein entscheidender Faktor zur Verbesserung der Produktivität und zur besseren Nutzung vorhandener Kapazitäten.
SPAR Österreichische Warenhandels AG
Das Kerngeschäft der SPAR Österreichische Warenhandels-AG mit Hauptsitz in Salzburg, Österreich, ist der Groß- und Einzelhandel mit Lebensmitteln und Nicht-Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. SPAR ist mit mehr als 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Österreichs größter privater Arbeitgeber bei rund 1.400 Standorten, wobei etwa die Hälfte von selbstständigen Kaufleuten betrieben wird. Österreichweit betreibt SPAR 6 regionale Großhandels-Zentralen. Das Lager in St. Pölten beliefert dabei die über 350 Filialen in Niederösterreich, Wien und im nördlichen Burgenland. An Spitzentagen werden 10,5 Rollcontainer pro Minute kommissioniert und es verlässt etwa alle sechs Minuten ein beladener LKW diesen Standort. Dadurch wird SPAR zum größten Nahversorger in der Region.
Ansprechpartner
Mag. Börge Schlingmann
Projekt Manager
Telefon: +43 3842 805 444
boerge.schlingmann@knapp.com
































































































