Realisierte WMS-Projekte
Wiedemann GmbH & Co. KG
Auswahl eines Lagerverwaltungssystems

Branche
- Metall- u. kunststoffverarbeitende Industrie
- Sanitär
- Baustellen
Das Team warehouse logistics wurde von der Wiedemann GmbH & Co. KG (Wiedemann) im Rahmen der Auswahl eines Lagerverwaltungssystems (LVS) für den Lagerstandort Ahrensburg mit der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung beauftragt.
Hinter dem Familienunternehmen Wiedemann steht eine Unternehmensgruppe mit über 50-jähriger Erfahrung. Ursprünglich ausschließlich Zulieferer der Zuckerindustrie, ist Wiedemann heute kompetenter Partner in den Bereichen Haustechnik und Industriebedarf. Auf dem Gebiet der Haustechnik zählt Wiedemann zu den führenden Fachlieferanten in Norddeutschland. Das Sortiment setzt sich aus den Bereichen Heizung, Lüftung, Regelung, Klima, Armaturen, Sanitär, Medizintechnik & Pflege und Röhren zusammen. Als Partner der lebensmittelverarbeitenden Industrie, mit Schwerpunkt rübenverarbeitende Zuckerindustrie, liefert Wiedemann weltweit Ausrüstungen, Anlagen und Engineering.
Veranlassung und Zielsetzung
Die Wiedemann-Gruppe ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe, auch von direkten Wettbewerbern, stark gewachsen. Bei einer der akquirierten Firmen war das Projekt „Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems“ angelaufen. Veranlassung hierfür war der geplante Neubau eines Lagers sowie nicht mehr ausreichende funktionale Unterstützung durch das vorhandene System. Im Rahmen einer Harmonisierung der IT-Landschaft wurde das Projekt auf die gesamte Gruppe erweitert, wobei der ausschlaggebende Lagerstandort das LVS als erstes einsetzen soll. Das Team warehouse logistics sollte im Rahmen dieses Projektes Auskünfte über potenzielle LVS-Anbieter geben.
Ziel war es, fundierte Informationen über die in Frage kommenden LVS-Anbieter und deren Systeme bereitzustellen. So sollte zum einem sichergestellt werden, dass sowohl die gegenwärtigen funktionalen Anforderungen als auch die zukünftigen informationstechnischen Ansprüche vom LVS unterstützen werden. Zum anderen sollte gewährleistet werden, dass der potentielle LVS-Anbieter auch zu Wiedemann „passt“.
Anforderungsdefinition
Die Anforderungen an das künftige LVS wurden entsprechend des langfristigen gruppenweiten Logistikkonzeptes von Wiedemann in einem Lastenheft festgelegt. Wichtige Faktoren waren hier unter anderem die Verwaltung von Chargennummern. Zusätzlich sollte es möglich sein, jeden Warenausgang fotografisch festzuhalten und das Foto mit dem Auftrag zu verknüpfen.
Internationale Marktstudie WMS
Wiedemann nutzte die Online WMS-Auswahl zur Filterung potentieller LVS-Anbieter. Die Online WMS-Auswahl basiert auf der vom Fraunhofer IML durchgeführten Internationale Marktstudie Warehouse Management Systems. Die Studie beinhaltet eine Marktsichtung von LVS auf Basis eines Fragebogens, der in knapp 3.000 Einzelaspekten das Leistungsprofil von derzeit 74 LVS beinhaltet. Die Datenauswertung lieferte 10 LVS -Anbieter, die die Ausschlusskriterien (unter anderem die Verwaltung von Chargen) erfolgreich erfüllten und dank umfangreicher Funktionalität die weiteren Anforderungen von Wiedemann unterstützten.
Workshop LVS-Auswahl
Nach Durchsicht der Angebote und Besuch von mehreren Referenzanlagen hatte Wiedemann die Anzahl potentieller LVS-Anbieter auf zwei reduziert. Im Rahmen eines Workshops zusammen mit dem Team warehouse logistics wurden die verbleibenden Anbieter auf „Herz und Nieren“ geprüft:
- Der Funktionsumfang der beiden LVS wurde detailliert verglichen, Stärken und Schwächen wurden herausgearbeitet.
- Die Angebote wurden auf Vollständigkeit und Umfang überprüft.
- Die Anbieter wurden gegenübergestellt. Die Firmengröße, die Anzahl der Mitarbeiter, die vorhanden Referenzen usw. wurden untersucht.
Ergebnis
Das Team warehouse logistics sprach eine Empfehlung für einen LVS-Anbieter aus. Dieser Anbieter sollte aber zunächst nur mit der Erstellung eines Pflichtenheftes beauftragt werden. Das gibt Wiedemann und den Anbieter die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit zu testen.
Zusätzlich kann Wiedemann nach der Fertigstellung des Pflichtenheftes eine zweite Angebotsrunde durchführen. Funktionen, die im Lastenheft nicht beschrieben wurden und somit auch nicht explizit angeboten werden konnten, können jetzt auf Basis des Pflichtenhefts exakt angeboten werden.
