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Dematic modernisiert Tiefkühl- und Frischelager für Bina
24.06.2009
Leistungssteigerung mit SAP-Direktanbindung und Voice Picking
Ohne neue Mechanik, nur mit neuen Steuerungen, einer durchgängigen SAP-Lösung mit Direktanbindung sowohl für die Steuerungstechnik als auch für Pick-by-Voice konnte die Kommissionierleistung bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) verbessert werden.
Dematic hat den Modernisierungsauftrag für das Tiefkühl- und Frischelager der Bischofszell Nahrungsmittel AG in Sitterdorf mit sehr großem Erfolg abgeschlossen. Bina mit Sitz in Bischofszell in der Schweiz ist ein führender Nahrungsmittelhersteller der Migros-Gruppe. Das Zentrum für Tiefkühl- und Frischeprodukte in Sitterdorf dient dem Unternehmen als Umschlagsdrehscheibe. Bislang unterhielt Bina weitere Außenlager, die jetzt aber in Sitterdorf konzentriert wurden. Damit die höhere Kapazität ohne zusätzliche Mechanik bewältigt werden konnte, mussten alle Abläufe beschleunigt werden.
Die Aufgabe für Dematic bestand darin, die Produktivität zu erhöhen ohne etwas an den mechanischen Komponenten der bestehenden Lösung zu ändern. Das Satellitenlager mit 8- und 9-fach tiefer Einlagerung und die Fördertechnik sollten beibehalten werden. Raum für Modernisierungen gab es dagegen bei den Steuerungen, der IT und dem neuen sprachbasierten Kommissioniersystem von Vocollect.
Die Lösung der Dematic bestand aus einem Bündel von Einzelmaßnahmen: Ersatz der vorhandenen Steuerungen durch S7-Steuerungen, Ersatz des proprietären Lagerverwaltungssystems durch SAP LES und Einführung einer modernen Pick-by-Voice-Lösung und Datenfunk als Ersatz für die papierbasierten Abwicklungen. Erstmalig kam hier der neue Dematic Subdriver Voice zum Einsatz. Er ermöglicht es nicht nur, die Voice-Lösung direkt an SAP anzubinden, sondern darüber hinaus die gesamte Geschäftslogik in SAP zu hinterlegen. Diese kann dann innerhalb von SAP modifiziert werden. Auch die automatisierten Gewerke wurden über den Dematic Subdriver direkt an SAP angebunden, sodass ein separater Materialflussrechner mitsamt den dafür erforderlichen Aufwendungen für Service und Wartung entfällt.
Die Modernisierung des Logistikzentrums wurde innerhalb von 8 Monaten umgesetzt. Sie erfolgte parallel zum laufenden 24 x 5,5 - Anlagenbetrieb und beeinträchtigte diesen nicht. Die Realisierung der Direktanbindung der SPS sowie Dematic Subdriver Voice haben sich bestens bewährt. Die Anlage kam sehr schnell auf Leistung und konnte das zusätzliche Volumen der zwischenzeitlich aufgelösten Außenlager gut bewältigen. Bereits nach einer Anlaufphase von 14 Tagen konnten die ursprünglich geplanten Leistungssteigerungen deutlich übertroffen werden.
