Gerealiseerde WMS projekten

Deere & Company

Auswahl eines Lagerverwaltungssystems für das European Parts Distribution Center

Branche

  • Onderdelendistributie / "parts"
  • Automobielbranche

Das Team warehouse logistics wurde von der John Deere Vertrieb, eine Zweigniederlassung der Deere & Company (John Deere) mit der Auswahl eines Lagerverwaltungssystems (LVS) für das Ersatzteilzentrum Bruchsal (European Parts Distribution Center, EPDC) beauftragt.

John Deere ist mit über 5.400 Beschäftigten an fünf Standorten der größte Landtechnikhersteller Deutschlands. Mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro bestreitet das Unternehmen etwa die Hälfte des Umsatzes der deutschen Landtechnikindustrie.

Veranlassung und Zielsetzung
Seit 1983 versorgt das EPDC alle John Deere Vertriebspartner in Europa, Afrika sowie Mittel- und Nahost mit Ersatzteilen und Zubehör. Gleichzeitig stellt das Depot weltweit die Ersatzteilversorgung aller in Europa hergestellten John Deere Produkte sicher. Kunden können beim jeweiligen Vertriebspartner online Informationen über Teile abrufen sowie Teile reservieren und bestellen.

Das bestehende System sollte aus organisatorischen und technischen Gründen ersetzt werden. Zudem liefen die Wartungsgarantien für das bestehende System aus.

Ziel war ein funktionales Lastenheft, das die Leistungsanforderungen beschreibt. Zusätzlich sollte eine Liste potenzieller LVS-Anbieter erstellt werden.

Workshop LVS-Auswahl
Das Team warehouse logistics führte zusammen mit John Deere einen zweitägigen Workshop durch. Bei der gemeinsamen Begehung des Lagers wurden die derzeitigen Abläufe und die neuen Anforderungen erfasst. Anschließend wurde so ein kunden-spezifisches Anforderungsprofil entwickelt.

Internationale Marktstudie WMS
Zur Ermittlung potenzieller LVS-Anbieter wurde die am Fraunhofer IML entwickelte Internationale Marktstudie Warehouse Management Systems herangezogen. Die Studie bietet einen umfassenden Überblick über den LVS Markt. Sie beinhaltet zurzeit das Leistungsspektrum von über 70 LVS in über 2.500 Einzelaspekten.

Mit Hilfe der Online LVS-Auswahl wurde eine erste Vorauswahl geeigneter LVS-Anbieter getroffen. John Deere erhielt so einen individuellen und aktuellen Marktüberblick.

Anforderungsdefinition
John Deere entschloss sich anschließend dafür, auch das Lastenheft für das LVS in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML zu erstellen. Zum einen sollte dadurch „Betriebsblindheit“ vermieden werden, zum anderen die fachliche Unterstützung des Team warehouse logistics bei der Formulierung der Anforderungen genutzt werden. In mehreren Workshops vor Ort wurden dann die Detailanforderungen formuliert und systematisch aufbereitet.

Ausschreibungsvorbereitung
Nach der Lastenhefterstellung wurde mit den konkretisierten Anforderungen erneut eine Online LVS-Auswahl durchgeführt. Dabei wurden neben harten Kriterien hinsichtlich des Funktionsumfangs auch weiche Kriterien wie die Marktstellung des Anbieters und eine Einschätzung des Realisierungsrisikos einbezogen.

Die ermittelten LVS-Anbieter wurden dann bei der Ausschreibung berücksichtigt.

Ergebnis
Ergebnisse dieser Unterstützung sind

  • ein funktionales Lastenheft, das alle Anforderungen ausschreibungsfähig beschreibt und
  • eine Liste von Anbietern, deren LVS die gestellten Anforderungen erfüllen.

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