Realisierte WMS-Projekte
PSI Logistics GmbH

Gepäckförderanlage mit integrierter 100%-Kontrolle an einem deutschen Flughafen
Kunde
Flughafen Hannover Langenhagen GmbH
Fertigstellung
01.06.1998
Branche
- Logistikdienstleister
Beschreibung
Aufgabenstellung
Im Juni 1998 nahm die erste Gepäckförderanlage mit integrierter 100%- Kontrolle an einem deutschen Flughafen den Betrieb auf.
Die Flughafen Hannover Langenhagen GmbH erbaute ein neues Terminal (Terminal C). Hierzu beauftragte sie die Vanderlande Industries GmbH als Generalunternehmer mit der Installation einer Gepäckförder- und Sortieranlage (GFSA). Die PSI Logistics GmbH lieferte die Leitrechnerebene der redundant aufgebauten GFSA.
Die GFSA ist für den 24-Stunden- Betrieb an sieben Tagen in der Woche ausgelegt. Sie sortiert bis zu 1.600 Gepäckstücke pro Stunde auf insgesamt 22 unterschiedliche Sortierziele. Die in die GFSA integrierten Frühgepäckspeicher verfügen über eine Kapazität von 200 Gepäckstücken.
Aufgabenstellung und Umsetzung
Zur Sicherstellung der hohen Verfügbarkeit bei einem 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Woche wird eine besondere Technik eingesetzt. Eine speziell von der PSI Logistics GmbH entwickelte Hochverfügbarkeitslösung auf Basis zweier UNIX-Rechner berücksichtigt insbesondere die Anforderungen an hochverfügbare Softwaresysteme mit angeschlossener Fördertechnik.
Die an den Check-in-Countern aufgegebenen Gepäckstücke werden gemäß den Vorgaben der Disponenten und unter Berücksichtigung der 100%-Kontrolle vom Leitrechner automatisch durch die Anlage den Sortierzielen zugeführt. Die hierzu notwendigen Informationen erhält der Sortierleitrechner über die angeschlossenen Systeme. Eine flexible Sortierzieldisposition ist jederzeit möglich.
- Die Angaben zu den abzufertigenden Gepäckstücken erhält der Leitrechner über zwei SITA-Schnittstellen (Cubes/ MDS) von den abfertigenden Airlines.
- Die Informationen über die zugehörigen Flugereignisse werden über eine Schnittstelle vom Flugplanmanagementsystem (FPMS) übertragen. Das FPMS erhält vom Leitrechner nach Abschluss eines Flugereignisses umfangreiche flugbezogene Statistiken.
- Die Ergebnisse der Röntgenkontrollstufen werden vom Leitrechner an das System zur Gepäck- und Passagierzusammenführung vom Bundesgrenzschutz übertragen.
Die Disposition der Sortierendziele durch die Disponenten wird durch Informationsdialoge vom Leitrechner unterstützt. Spezielle Arbeitsplatzfunktionen wie die sogenannte „No-Read- Bearbeitung“ oder auch „Last-Minute- Bearbeitung“ ermöglichen den Bedienern die einfache Handhabung von Sonderfällen. Werden Gepäckstücke einer Luftverkehrgesellschaft über die Gepäckförderanlage abgefertigt, die dem Leitrechner keine Gepäckdaten über das SITA-Netzwerk zur Verfügung stellt, so ist auch hierfür eine Alternativlösung installiert. Durch Ausdruck IATA-konformer Gepäckstücketiketten und Zuordnung der Etiketten zu Flugereignissen können auch diese Airlines die Vorteile der modernen Anlage nutzen. Hierzu werden parallel zum Ausdruck der Etiketten die zur Sortierung notwendigen BSM-Informationen an den Leitrechner gesendet.
Konfiguration
Die Leitrechnerebene ist in klassischer Client/Server-Architektur aufgebaut. Das serverseitige Hochverfügbarkeitssystem besteht aus zwei UNIX-Rechnern der Firma Hewlett Packard unter HP-UX 10.20. Die Daten werden innerhalb zweier Oracle-Datenbanken gehalten. Bei einem möglichen Ausfall des Produktiv-Servers erfolgt die Umschaltung auf das Standby- System auf Grund definierter Systemzustände automatisch. Dies wird durch einen speziellen parametrierbaren Synchronisationsmechanismus realisiert.
An den Arbeitsplätzen kommen JAVAbasierte Clientanwendungen unter Windows NT zum Einsatz.
Die Steuerungen der Fördertechnik sowie die angeschlossenen Drittsysteme sind über konfigurierbare TCP/IP-Telegrammschnittstellen angebunden.
Durch die innovative Systemarchitektur wird eine zeitgerechte Sortierung der Gepäckstücke sichergestellt.
Seit Aufnahme des Echtbetriebs (Juni 1998) wurden seitens des Leitrechners keine Ausfälle verzeichnet.
Ansprechpartner
Wilfried Kühnel
Telefon: +49 (6021) 36 66 11
w.kuehnel@psilogistics.com
































































































