Realisierte WMS-Projekte

PSI Logistics GmbH

Georg Fischer: Modernisierung des Distributionszentrums

Kunde

Georg Fischer, Schaffhausen

Fertigstellung

01.01.2003

Branche

  • Maschinen- / Anlagenbau

Beschreibung

Aufgabenstellung

Bereits 1802 wurde das heute weltweit agierende Industrieunternehmen Georg Fischer in Schaffhausen gegründet. Das mittlerweile 15.000 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen teilt sich in drei Geschäftsbereiche auf: Fahrzeugtechnik, Fertigungstechnik und Rohrleitungssysteme. Basis des weltweiten Versands der Rohrleitungskomponenten ist ein im Jahre 1990 eigens dafür gebautes Distributionszentrum in Schaffhausen.

Rund um die Uhr werden in den lokalen Verkaufsniederlassungen weltweit Aufträge elektronisch erfasst und dem Auftragsmanagement im Distributionszentrum zur Verfügung gestellt.

Das 20.000 Stellplätze umfassende automatische Hochregallager dient hierbei der Bevorratung an großen und schweren Artike ln. Kleinere und mittlere Artikel werden in das 34.500 Behälter fassende automatische Kleinteilelager eingelagert. Langgut, wie beispielsweise Rohre, wer den in einem speziellen Langgutlager untergebracht. Des weiteren gibt es spezielle manuelle Lagerbereiche für C-Artikel und Gefahrgut, sowie LVS- und SAP-verwaltete Außenläger.

Anforderungen
Um den wachsenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, entschied sich das Unternehmen 1999 dazu, das Distributionszentrum zu modernisieren. PSI Logistics erhielt den Auftrag, die in Betrieb befindliche Lagerverwaltungssoftware abzulösen. Ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen, waren die bestehenden Steuerungen der einzelnen Lager- und Fördertechnikkomponenten und die Hostsysteme zu integrieren und zu testen. Dabei kam während der Entwicklungsphase in Dortmund ein Simulator zum Einsatz, der das Verhalten der unterlagerten Steuerungen nachbildete.

Gemeinsam mit dem Auftraggeber wurde das Projekt in einem Zeitraum von insgesamt 18 Monaten erfolgreich umg esetzt. Besondere Anforderungen stellten die Komplexität der Abläufe und die Vielzahl der Schnittstellen an das Projektteam der PSI Logistics und des Auftraggebers. Aufgabenstellung und Umsetzung Neben der Modernisierung der Software stand auch die Optimierung der Betriebsabläufe im Vordergrund des Projektes. Verschiedenste Strategien eines modernen Distributionszentrums wurden auf den Prüfstand gestellt und an die speziellen Bedürfnisse des Kunden angepasst:

  • Wareneingang von externen Lieferanten
  • Wareneingangsprüfung (QS) und Retourenabwicklung
  • Einlagerung mit Hilfe von FTS aus der Produktion
  • Kommissionierung Mann zur Ware/Ware zum Mann mit Pick To Light
  • Auftragszusammenführung
  • Nachschub
  • Tourenverwaltung
  • Schnellmontage
  • Leitstandsfunktionen
  • Archivserver für Langzeitauswertungen
  • Verwaltung von Außenlägern
  • Mandantenfähigkeit mit unterschiedlichen Abläufen und Belegen je Mandant
  • Schnittstellen zu den unterschiedlichen Steuerungen
  • Schnittstellen zum überlagerten ERPSystem (SAP) und Speditionssystem (TM/3)
  • Anbindung an externes Auslastungs- und Leistungsanalyse-Tool
  • Generierung von mehrsprachigen Lieferpapieren und Versandbelegen für unterschiedliche Spediteure
  • Durchlaufzeit von weniger als 24 Stunden für 70% der Aufträge; Expressaufträge mit Versand am gleichen Tag
  • Anbindung von SAP WM als unterlagertes, bestandsführendes System für einen Lagerbereich
  • GUI mit speziellem Farbkonzept

Konfiguration
Ein Hochverfügbarkeitssystem von Hewlett Packard, das aus zwei HP 9000 L2000-Knoten mit je zwei CPUs besteht, sorgt für einen reibungslosen Betrieb an 5 Tagen in der Woche im 2-Schicht- Betrieb. Auf den Staplern werden graphische Datenfunkterminals von ads-tec mit Java-Oberfläche eingesetzt. In der Auftragszusammenführung kommt ein Teklogix-Handterminal zum Einsatz. Die Abläufe an verschiedenen Arbeitsplätzen werden mit Hilfe von Java-Bedienoberflächen unterstützt. Oracle 8.1.7 stellt die Basis für eine sichere Datenhaltung dar.

Ansprechpartner

Wilfried Kühnel

Telefon: +49 (6021) 36 66 11

w.kuehnel@psilogistics.com