Realisierte WMS-Projekte
PSI Logistics GmbH

Neues Zentralterminal am Flughafen Leipzig/Halle
Kunde
Flughafen Leipzig/Halle GmbH
Fertigstellung
15.03.2003
Land
Deutschland
Branche
- Logistikdienstleister
Beschreibung
Aufgabenstellung
Pünktlich zum Start des Sommerflugplans 2003 wurde am 30. März 2003 der Check-in- und Servicebereich des neuen Zentralterminals am Flughafen Leipzig/Halle in Betrieb genommen. Um 1:00 Uhr wurden die ersten Passagiere im neuen Abfertigungsgebäude durch die Geschäftsführung des Flughafens Leipzig/Halle begrüßt.
Insgesamt checkten am Tag der Betriebsaufnahme 1090 Passagiere im neuen Zentralterminal ein.
Integrativer Bestandteil des neuen Zentralterminals ist die Gepäckförder- und Sortieranlage (GFSA) der Firma Vanderlande Industries GmbH mit Anbindung an die 100% Reisegepäck-kontrolle. Diese GFSA zeichnet sich vor allem durch den Einsatz durchleuchtungsfähiger Behälter zur Beförderung der Gepäckstücke aus. Dadurch ist die Trennung der Gepäckstücke von den Behältern vor dem Röntgenvorgang nicht mehr erforderlich, wodurch das Gepäck besonders schonend transportiert wird.
Die PSI logistics GmbH lieferte als Sublieferant der Vanderlande Industries GmbH die Leitrechnerebene der mit redundanten Elementen aufgebauten GFSA.
Die GFSA ist für den 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Woche ausgelegt. In der Ausbaustufe 1 sortiert sie bis zu 1.600 Gepäckstücke pro Stunde auf insgesamt 4 Sortierrundläufen. In der zweiten Ausbaustufe kann die Kapazität dieser Anlage optional auf 3.600 GPS/h erweitert werden.
Aufgabenstellung und Umsetzung
Zur Gewährleistung der hohen Verfügbarkeit bei einem 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Woche wird ein MS-Windows 2000 Advanced Server System mit zwei Cluster Knoten eingesetzt.
Die an den Check-in-Countern aufgegebenen Gepäckstücke werden zunächst vom Leitrechner der 100%-Kontrolle der mehrstufigen Reisegepäck Kontrollanlage (MRKA) zugeführt. Nach diesem Durchlauf werden alle „sicheren“ Gepäckstücke gemäß der automatischen Verplanung der Flüge durch den Leitrechner und den operativen Vorgaben der Disponenten vom Leitrechner automatisch den Sortierendzielen zur Verladung zugeführt. Die hierzu notwendigen Informationen werden mit folgenden Systemen ausgetauscht.
Die Angaben zu den abzufertigenden Gepäckstücken erhält der Leitrechner über eine zentrale SITA-Schnittstelle (Cubes/MDS) von den abfertigenden Airlines. Die Informationen über die zugehörigen Flugereignisse werden mittels Replikation (Snapshot) zum Flugplanmanagementsystem aktuell gehalten.
Die Ergebnisse bzw. Zielvorgaben der Röntgenkontrollstufen werden vom Leitrechner an das System zur Gepäck- und Passagierzusammenführung vom Bundesgrenzschutz übertragen.
Die aktuellen Standortmeldungen und die daraus vom Leitrechner resultierenden Transportbefehle werden mit 10 in der gesamten Anlage verteilten speicherprogrammierbaren Steuerungen ausgetauscht.
Die Passagier- und Gepäckdaten werden an den zentralen Server zur Gepäck- und Passagierzusammenführung des Bundesgrenzschutzes (BGS) über-mittelt. Die Disposition der Sortierendziele durch die Disponenten wird durch Informationsdialoge vom Leitrechner unterstützt. Spezielle Arbeitsplatzfunktionen ermöglichen den Mitarbeitern des Flughafens und des BGS die einfache Handhabung von Sonderfällen. Hierzu gehört u.a. die Bearbeitung von Sperrgepäck oder die manuelle Kontrolle von Gepäckstücken im Beisein des Passagiers durch den BGS.
Konfiguration
Das Hochverfügbarkeitssystem besteht aus zwei Windows 2000 Advanced Server-Rechnern aus dem Hause Hewlett Packard mit je einem externen RAID System für die Datenhaltung. Der redundante Rechner ist als Hot-Standby-System konfiguriert, die Umschaltung bei Ausfall des aktiven Systems erfolgt automatisch ohne Interaktion eines Systemadministrators.
Die Daten werden innerhalb einer zentralen Oracle-Datenbank gehalten An den Arbeitsplätzen kommen JAVA-basierte Clientanwendungen unter Windows 2000 zum Einsatz.
Die abzufertigenden Flugereignisse, die bereits sortierten bzw. sich in der Anlage befindlichen Gepäckstücke werden an den Sortierrundläufen zeitaktuell über sogenannte Outboundanzeigen dem Bodenpersonal angezeigt.
Die derzeit zehn Steuerungen der Fördertechnik sind über TCP/IP-Telegrammschnittstellen angebunden. Zusätzliche Anbindungen von SPSen sind jederzeit möglich.
Ansprechpartner
Herr Wilfried Kühnel
Bereichsleiter Technologie und Verfahren
Telefon: +49 / 6021 / 366-611
w.kuehnel@psilogistics.com
































































































