Veröffentlicht am: 01. Oktober 2025
In der niederländischen Gemeinde Aalsmeer, rund 13 Kilometer südwestlich von Amsterdam, errichtet TGW Logistics bis Herbst 2027 ein hochautomatisiertes Distributionszentrum für Bausch + Lomb. Der Healthcare-Spezialist profitiert mit der leistungsstarken Goods-to-Person-Lösung unter anderem von einem optimierten Servicelevel und reduzierten Logistikkosten: bei verbesserter Ergonomie für die Mitarbeiter:innen.
1853 eröffnete J. J. Bausch einen kleinen Optikerladen in Rochester, New York. Damit legte er den Grundstein für eines der ältesten noch aktiven Unternehmen der Vereinigten Staaten – und für eine Erfolgsgeschichte im Medizintechnikbereich. Bausch + Lomb zählt heute zu den führenden Herstellern von technologieorientierten Produkten für das Auge, darunter Kontaktlinsen, chirurgische Instrumente und Pharmazeutika. Der Healthcare-Spezialist ist in über 100 Ländern tätig, beschäftigt rund 13.500 Mitarbeiter:innen und erzielte 2024 einen Umsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar.
Wachstum als Automatisierungstreiber
Da das aktuell genutzte Intralogistik-System zunehmend an seine Leistungsgrenzen stieß, war Bausch + Lomb auf der Suche nach einem zukunftssicheren Ersatz. Das geplante Wachstum der kommenden Jahre lässt sich nur mit einer auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Anlage zuverlässig bewältigen. Angesichts des Portfolios aus dem Medizintechnikbereich ist der Qualitätsanspruch im Projekt besonders hoch.
Beginn einer gemeinsamen Automatisierungsreise
Nach einer intensiven Planungs- und Analysephase vertraut der Healthcare-Experte auf das Know-how und die Erfahrung von TGW Logistics.
»Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Bausch + Lomb. Unser Kunde war nicht nur auf der Suche nach einem Lieferanten, sondern nach einem langfristigen strategischen Partner«, betont Bart Van Eycken, Director Sales der Customer Unit North Europe bei TGW Logistics. »Als Stiftungsunternehmen ist TGW Logistics ein stabiler und verlässlicher Partner mit einem starken Fokus auf Unternehmenskultur und Werte.«
Shuttlelager als hochperformantes Herzstück
Kern der Lösung in Aalsmeer bildet ein Shuttle-System mit mehr als 150.000 Stellplätzen. Dank doppeltiefer Lagerung lässt sich die vorhandene Fläche effizient nutzen, 300 Roboter lagern bis zu 8.700 Behälter pro Stunde ein und aus. Kundenbestellungen werden an ergonomischen Hochleistungs-Arbeitsplätzen kommissioniert.
In der Verpackung übernehmen Roboter das automatische Aufrichten und Deckeln der Kartons. Ein Reduzierer optimiert diese auf die benötigte Höhe: So kann das Volumen – und damit die Versandkosten – gering gehalten werden. Das Shuttle dient zum Puffern der Bestellungen, bevor die Kartons in die automatische Palettierung und anschließend in den Versand kommen.
Die beiden Unternehmen verbindet seit 1999 eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit. Durch eine clevere Retrofit-Strategie und kontinuierliche Erweiterungen verfügt Ganter heute über ein zukunftssicheres System, das steigende Artikelvielfalt und wachsende Bestellvolumina zuverlässig abbildet. Intelligente Automatisierung ermöglicht kurze Lieferzeiten, hohe Performance und eine verbesserte Ergonomie.
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Für die meisten Unternehmen ist die Einführung von SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) weit mehr als ein IT‑Projekt. Sie markiert einen strategischen Wandel: Prozesse werden neu gestaltet, Verantwortlichkeiten geschärft und die Rolle des Lagers innerhalb der Supply Chain grundlegend neu definiert – von der Beschaffung über die Produktion bis zur Distribution.
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TGW Logistics kann sich über den zweiten Auftrag innerhalb weniger Monate für die BSH Hausgeräte GmbH freuen. Nach einem Projekt für das Geschirrspülerwerk in der bayerischen Gemeinde Dillingen entsteht in Nürnberg bis Mitte 2028 ein Shuttle-Lager in Silobauweise. Bei dieser Ausführung trägt die Regalstruktur auch die Wand- und Deckenelemente des Gebäudes, die vorhandene Fläche lässt sich so optimal nutzen.
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