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Siemens verständigt sich auf Interessenausgleich für IT-Sparte
04.08.2010
Sozialverträglicher Stellenabbau von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland
Die Siemens AG und die Arbeitnehmervertreter haben sich auf einen Interessenausgleich für die bei Siemens IT Solutions and Services (SIS) angekündigten Personalanpassungen verständigt. Mit einem umfangreichen Paket freiwilliger Maßnahmen soll der Stellenabbau von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland sozialverträglich umgesetzt werden. Der ausgehandelte Interessenausgleich gilt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Siemens-Gesamtbetriebsrat. Diese wird in der kommenden Woche erwartet.
Der Interessenausgleich soll unter anderem Angebote zur freiwilligen Beendigung von Arbeitsverhältnissen über Altersteilzeit bis hin zu Aufhebungsverträgen umfassen. Darüber hinaus gehören Weiterbildungsmaßnahmen sowie interne Versetzungen zu den geplanten Instrumenten. Zudem soll für betroffene Mitarbeiter eine Siemens-interne Transfergesellschaft (betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit, kurz beE) gegründet werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen im Rahmen der Personalanpassungen vermieden werden.
Für alle übrigen Mitarbeiter, die in die neue, eingeständige SIS übergehen, soll ein dreijähriger Kündigungsschutz vereinbart werden. Dieser gilt nicht für Mitarbeiter, die dem Betriebsübergang in die neue Gesellschaft widersprechen.
Die Anpassungsmaßnahmen wurden notwendig, nachdem in dem personalintensiven Geschäft von SIS der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 mit 4,7 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent eingebrochen war sowie aufgrund der Neuausrichtung des IT-Dienstleisters. Allein im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010 wies SIS bei einem Umsatz von 1,1 Mrd. EUR einen Verlust von 81 Mio. EUR aus.
Die IT-Sparte beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2009 (30.09.) weltweit rund 35.000 Mitarbeiter, davon knapp 10.000 in Deutschland.
