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Siemens beweist im zweiten Quartal erneut operative Stärke
29.04.2010
Ergebnis der Sektoren soll 2010 den Vorjahreswert von rund 7,5 Milliarden Euro übertreffen.
Siemens hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielt und den Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahresquartal um 48 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis der Sektoren kletterte um 16 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Siemens hat daraufhin seine Ergebnisprognose angehoben und rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der Sektoren über dem Vorjahreswert von rund 7,5 Milliarden Euro. „Siemens hat seine Ertragskraft erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hierbei profitieren wir besonders von den frühzeitig umgesetzten Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands von Siemens. „Wir haben auch in Zeiten der Krise sehr bewusst unsere Innovationsdynamik beibehalten und behaupten uns gut im Markt.“
Die Umsatzentwicklung hat sich im zweiten Quartal stabilisiert. Der Umsatz fiel im Vorjahresvergleich lediglich um vier Prozent auf 18,2 Milliarden Euro, was teilweise auf den abfedernden Effekt des starken Auftragsbestands in einer Reihe von Infrastrukturgeschäften zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorquartal legte der Umsatz in allen drei Sektoren zu. Im Sektor Industry gab es Anzeichen für ein verbessertes Marktumfeld in den kurzzyklischen Geschäften, während die Märkte in einigen Energie- und Industrie-Infrastrukturgeschäften weiter schrumpften. Der Auftragseingang sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der ein Rekordvolumen aus Großaufträgen enthielt, um 14 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro.
Das Ergebnis der Sektoren stieg im zweiten Quartal auf 2,1 Milliarden Euro, mit Zuwächsen in allen drei Sektoren. Das Ergebniswachstum von Energy stammte vornehmlich aus der Division Fossil Power Generation, die ihren Geschäftsmix verbesserte. Der Sektor Healthcare verbesserte ebenfalls seinen Mix und reduzierte seine Funktionskosten im Vergleich zum Vorjahr. Im Sektor Industry zeigte sich der Erfolg der ergriffenen Maßnahmen, um dem konjunkturellen Abschwung zu begegnen. Positiv wirkte sich hier das verbesserte Geschäftsumfeld in den kurzzyklischen Geschäften aus.
Während die Marktbedingungen für die kurzzyklischen Geschäfte von Siemens bereits begonnen haben sich zu verbessern, geht das Unternehmen davon aus, dass die Bedingungen für seine spätzyklischen Geschäfte auch in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs herausfordernd bleiben werden. Siemens erwartet weiterhin, dass der Umsatz auch aufgrund des stabilisierenden Effekts seines hohen Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2010 organisch lediglich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgehen wird. Das Unternehmen erwartet ferner für die Summe der Sektoren ein Ergebnis über dem Vorjahreswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Anstieg gegenüber der vorherigen Prognose, die sich auf 6,0 Milliarden Euro bis 6,5 Milliarden Euro belief, erhöht entsprechend die Erwartungen von Siemens für das Wachstum (nach Steuern) des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten.
Von dieser Prognose ausgenommen sind wesentliche Effekte, die sich aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen, Portfoliotransaktionen, Wertminderungen oder aus rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten ergeben könnten.
