Das TEAMLogistikforum steht für Austausch, neue Perspektiven und inspirierende Impulse. Zum Abschluss eines spannenden Tages rund um die Intralogistik lassen wir mit Dr. Markus Merk – dreifacher Weltschiedsrichter, Entwicklungshelfer, Stifter und Extremsportler – eine ganz besondere Persönlichkeit zu Wort kommen.
In seinem Impulsvortrag nimmt er uns mit auf eine Reise in seine Welt, schlägt die Brücke zur Wirtschaft und Intralogistik und liefert dabei spannende Denkanstöße. Einen kleinen Vorgeschmack auf den 24.11. gibt Markus Merk im Interview.
Herr Merk, worum wird es in Ihrem Vortrag gehen und was können die Teilnehmer*innen von Ihnen lernen?
Ich möchte sie mitnehmen in meine Entscheidungs- und Lebenswelten, natürlich überwiegend in die Welt des Fußballs, aber auch über den Tellerrand hinaus in andere gegensätzliche Welten. Ich hoffe, dass ich beim TEAMLogistikforum informativ, unterhaltsam und lebensnah den ein oder anderen Impuls, Doppel- und Steilpass zwischen unseren gegensätzlichen Welten spielen kann. Ich wünsche mir, dass alle Teilnehmer*innen Energie und Motivation für ihre persönliche Welt spüren.
Welche Parallelen gibt es zwischen einem Schiedsrichter und einer Führungskraft in Unternehmen?
Beide haben Regeln, aber auch viele Spielräume. Wichtig ist es, Entscheidungen möglichst transparent zu machen. Man muss den Menschen mitnehmen, glaubhaft und authentisch überzeugen und ihn mehr und mehr im Mittelpunkt sehen. Berechenbarkeit und eine klare Handschrift sind für ein nachhaltiges Entscheiden und die Akzeptanz bedeutend. »Nach der Entscheidung ist vor der Entscheidung« bleibt ein spannender, zu lebender Prozess.
Wie trifft man die richtigen Entscheidungen?
Wenn ich das in einem Statement beantworten könnte, dann wäre unsere Welt sicher ein Stück besser. In einer Zeit, wo die KI immer dominanter wird, dürfen wir Erfahrung und menschliche Intelligenz nicht vergessen. Mein Ziel ist es, Sicherheit und Stärke auf dem Weg zu möglichst vielen richtigen und akzeptierten Entscheidungen mitzugeben.
Was kann man aus Fehlentscheidungen lernen?
Sie sind schmerzhafte, aber wertvolle Lernprozesse. In keiner anderen Entscheidungswelt habe ich das mehr erlebt als in der öffentlichen, emotionalen, oft gnadenlosen Welt des Fußballs und der Medien. Fehlentscheidungen sind menschlich und Fehler bleiben nicht aus, wenn man in unserer Gesellschaft Verantwortung übernimmt. Aber sie sind auch ein Weg zu innerer Stärke und Resilienz.
Was war die mutigste Entscheidung Ihres Lebens?
Dass ich mich als 12-jähriger dafür entschieden habe, den steinigen, aber spannenden Weg als Schiedsrichter zu gehen. Mut ist sicher nur ein Faktor. Das gilt für Schiedsrichter genauso, wie für Führungsspieler in Unternehmen, Gesellschaft und im täglichen Leben. Loslaufen, machen und nicht nur träumen ist der Ansatz. Mutig bleiben, Veränderungen akzeptieren, Widerständen trotzen und dabei die persönlichen Grenzen verschieben. Das ist bis heute meine Maxime geblieben, vor allem auch im Ausdauer- und Ultrasport.