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Einfallstor Lieferkette: Wie sich Unternehmen mit dem richtigen WMS-Fundament gegen Cyberangriffe wappnen
19.05.2026
Cyberangriffe sind 2026 das größte strukturelle Risiko der deutschen Wirtschaft, und immer häufiger erfolgt der Zugriff nicht über das Zielunternehmen, sondern über dessen Zulieferer. Was das für die Logistik bedeutet und welche technischen Anforderungen ein modernes Warehouse Management System heute erfüllen muss, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
Die Bedrohungslage hat eine neue Dimension erreicht
Laut der jährlichen Studie Wirtschaftsschutz 2025 des Digitalverbands Bitkom waren 87 Prozent der deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen. Der Schaden allein durch Cyberangriffe beläuft sich auf 202,4 Milliarden Euro, ein neuer Rekord. Ransomware bleibt dabei die dominierende Bedrohung. 34 Prozent der befragten Unternehmen wurden 2025 Opfer eines Ransomware-Angriffs, fast dreimal so viele wie noch 2022.
Bemerkenswert ist die wachsende Diskrepanz zwischen Bedrohung und Vorbereitung. 59 Prozent der Unternehmen sehen ihre Existenz durch Cyberangriffe gefährdet, gleichzeitig hält sich nur die Hälfte für ausreichend gewappnet.
Die Lieferkette als bevorzugtes Einfallstor
Besonders alarmierend für die Logistikbranche: Die Angriffe verlagern sich zunehmend in die Tiefe der Lieferkette. 28 Prozent der Unternehmen wurden laut Wirtschaftsschutz 2025 innerhalb von zwölf Monaten Opfer eines Cyberangriffs auf ihre Zulieferer oder hatten den begründeten Verdacht. Bei 41 Prozent der betroffenen Firmen hatten diese Angriffe direkte Auswirkungen auf das eigene Geschäft, von Produktionsausfällen über Lieferengpässe bis hin zu Reputationsschäden.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst bringt es bei der Vorstellung der Studie auf den Punkt: Angreifer suchen sich die schwächste Stelle aus, und gerade bei besonders gut geschützten Unternehmen sind das häufig die weniger gut geschützten Zulieferer. Damit wird die Sicherheit eines Unternehmens nicht mehr nur an den eigenen Systemen gemessen, sondern an der schwächsten Komponente seiner gesamten Wertschöpfungskette.
Warum Warehouse Management Systeme heute sicherheitskritische Infrastruktur sind
In der Logistik wird die Konsequenz dieser Entwicklung besonders sichtbar. Ein WMS, ein TMS oder eine zentrale Schnittstelle ist heute mehr als ein operatives Werkzeug. Fällt das System aus, weil Daten verschlüsselt oder Schnittstellen kompromittiert wurden, steht die gesamte Wertschöpfung still. Stunde für Stunde entstehen dabei nicht nur Umsatzverluste, sondern auch Vertragsstrafen, Reputationsschäden und ein nachhaltiger Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern.
Erschwerend kommt hinzu, dass Angreifer zunehmend professioneller agieren. Cybercrime-as-a-Service macht Angriffswerkzeuge im Darknet für wenige Euro verfügbar, und der Einsatz künstlicher Intelligenz beschleunigt Phishing, Deepfakes und die Generierung von Schadcode. Was vor wenigen Jahren noch staatlichen Akteuren vorbehalten war, ist heute auch für kleinere Gruppen mit überschaubarem Budget möglich.
Vor diesem Hintergrund verändert sich die Anforderungsdefinition an ein modernes WMS grundlegend. Drei Aspekte rücken in den Mittelpunkt:
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Cloud-native Architektur, die kontinuierlich gepatcht wird, anstatt gewachsene Legacy-Systeme, deren Sicherheitsstand kaum aktuell zu halten ist
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Extern auditierte Sicherheitsstandards, die durch unabhängige Stellen bestätigt werden und nicht auf Eigenangaben des Anbieters beruhen
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Modulare und skalierbare Strukturen, die es ermöglichen, mit wachsender operativer Komplexität neue Schwachstellen zu vermeiden statt zu schaffen
Wie Logistics Reply diesen Wandel umsetzt
Logistics Reply hat mit LEA Reply™ eine Plattform für Supply Chain Execution entwickelt, die genau auf diese Anforderungen ausgerichtet ist. Im Zentrum der Plattform steht das LEA Reply™ Warehouse Management System, das auf einer cloud-nativen, microservice-basierten Architektur aufbaut und dadurch Skalierbarkeit, Modularität und kontinuierliche Aktualisierbarkeit ermöglicht.
Die Sicherheitsarchitektur der Plattform wurde durch das AWS Foundational Technical Review (FTR) extern bestätigt. Das FTR basiert auf dem AWS Well-Architected Framework und prüft Cloud-Lösungen umfassend auf Sicherheit, Zuverlässigkeit, Performance und operative Exzellenz. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Audits dokumentiert Logistics Reply, dass LEA Reply™ den hohen Standards moderner Cloud-Sicherheit entspricht.
Ausblick
Die Bedrohungsentwicklung wird sich nicht entspannen. Bitkom geht in der aktuellen Studie davon aus, dass Cybercrime-as-a-Service und KI-gestützte Angriffsmethoden den Druck auf Unternehmen weiter erhöhen werden. Für die Logistik bedeutet das: Die Wahl der WMS-Plattform ist heute nicht nur eine Frage der operativen Effizienz, sondern eine Frage der Geschäftskontinuität. Wer auf eine cloud-native, geprüfte und kontinuierlich weiterentwickelte Architektur setzt, schafft die Grundlage, um Risiken systemisch zu minimieren statt sie nachträglich zu reparieren.
