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Infor bringt heterogene Prozesse im Behinderten-Werk Main-Kinzig auf einen gemeinsamen Nenner
27.10.2009
Mehr Zeit für die Rehabilitation gewinnen: Infor ERP COM standardisiert Prozesse in Materialwirtschaft, Lager, Einkauf, Vertrieb und Disposition
Infor ERP COM wird ab Januar 2010 beim Behinderten-Werk Main-Kinzig (BWMK) e.V. zum Einsatz kommen: Die Einrichtung, die an 44 Standorten Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung sowie für Industrie und Handwerk wie etwa Industriemontage, Konfektionierung sowie Holz- und Metallbearbeitung anbietet, wird als erstes ihre Materialwirtschaft und das Lager auf die neue ERP-Lösung umstellen. In einem zweiten Schritt sollen Einkauf und Vertrieb und zum Schluss die Disposition und Fertigung folgen.
Wie viele Mittelständler hat das BWMK, das inzwischen 600 Angestellte zählt, mit steigenden Kundenanforderungen zu kämpfen: Fertigungsschritte werden in die Lieferkette verlagert, so dass die Prozesskomplexität beim BWMK zunimmt. So liefert das Behinderten-Werk Teile beispielsweise nicht mehr an seine Auftraggeber, sondern direkt an deren Kunden. Dazu kommt eine Besonderheit, die spezielle Planungsfähigkeiten erfordert: Von der Einzel- bis zur Serienfertigung sind beim BWMK alle Spielarten vertreten und verursachen eine schwer zu steuernde Heterogenität.
Das bisher eingesetzte System griff hier zu kurz: Es half in erster Linie bei der Dokumentation und Verwaltung der bereits erstellten Aufgaben - eine Prozessabbildung oder -steuerung war damit nicht möglich. "Wir haben nach einer Software gesucht, die sich an unserer Prozesse anpasst - und nicht umgekehrt von uns Anpassungen erfordert."
Das BWMK ließ sich bei der Auswahl von einer Unternehmensberatung helfen. Zehn Wettbewerber bekamen die Chance zu zeigen, wie sie die heterogenen Prozesse beim BWMK innerhalb einer Lösung und in der Standard-Ausführung ohne weitgreifende Anpassungen abbilden können. Zu den Hauptauswahlkriterien gehörte zudem die Benutzerfreundlichkeit der Oberfläche, um von Anfang an eine größtmögliche Akzeptanz zu erzielen. Infor ERP COM punktete in beiden Bereichen: "Infor hat als eines der wenigen Unternehmen verstanden, was wir benötigen und konnte mit Infor ERP COM die passende flexible Software liefern", sagt Martin Berg, Geschäftsführer des BWMK.
Das Behinderten-Werk wird die ERP-Lösung an sieben Standorten einführen, die etwa 30 bis 40 Kilometer von einander entfernt liegen. Sie alle können dann auf einen gemeinsamen Stammdatenpool zugreifen. Dadurch hofft das BWMK, Übertragungsfehler und Doppelarbeiten zu reduzieren. Gleichzeitig wächst die Transparenz der Prozesse - wenn nötig, kann die standortübergreifende Verwaltung korrigierend eingreifen. "Mit Infor ERP COM können wir Daten zentralisieren und gleichzeitig Prozessschritte dezentralisieren, ohne die Kontrolle darüber zu verlieren", so Martin Berg.
Mit Infor ERP COM legt das BWMK zudem den Grundstein für weitere Optimierungsprojekte: Das Behinderten-Werk liefert an zahlreiche Firmen, die ihrerseits als Automobilzulieferer tätig sind. In diesem Bereich ist langfristig eine VDA-Zertifizierung erforderlich. Mit der neuen ERP-Lösung kann BWMK seine Prozesse entsprechend organisieren, um die mit der Zertifizierung verknüpften Anforderungen zu erfüllen.
"Wir zählen darauf, mit dem Einsatz von Infor ERP COM Prozesse zu standardisieren und damit zu beschleunigen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir wieder mehr Zeit für unsere ureigene Aufgabe, die Rehabilitationsleistung für Menschen mit Behinderung, haben werden. Gleichzeitig erhoffen wir uns durch die Standardisierung natürlich auch Kostenvorteile", fast Martin Berg zusammen.
