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Sechs Tipps zur Auswahl eines Warehouse Management Systems

10.07.2019

Im Lager stellt ein Warehouse Management System (WMS) die Intelligenz der Lagerführung und der Prozesssteuerung dar. Die logistischen Prozesse innerhalb und außerhalb des Lagers laufen im WMS zusammen. Die Einführung eines WMS ist komplex und bedarf intensiver Planung. Mit der Entscheidung ist nicht nur eine Investition verbunden, sondern auch eine langfristige Partnerschaft mit einem entsprechenden Softwareanbieter. Die Checkliste zeigt, was ein Partner und dessen WMS leisten sollten.

1. Flexibilität

Das Warehouse Management System (WMS) sollte auf die Zukunft ausgerichtet sein. Wichtig ist, dass es eine automatisierte und stark vernetzte Lagerinfrastruktur vollumfänglich steuern kann. Unterschiedliche Systeme lassen sich dadurch herstellerunabhängig in das Lagerverwaltungssystem integrieren. Außerdem ist die Software IoT-kompatibel und Mobile-ready. Und die Funktionsvielfalt eines WMS endet längst nicht an den Lagergrenzen: Alle logistischen Prozesse entlang der Lieferkette werden vollumfassend optimiert, auch Produktion und Transport lassen sich effizienter steuern. Ist die Software modular aufgebaut, können sie Nutzer einfach an veränderte Abläufe anpassen. Das ist insbesondere angesichts der zunehmenden Automatisierung von manuellen Prozessen im Lager besonders wichtig. Autonome Fördertechnik wie fahrerlose Transportsysteme (FTS) und Robotik gehört vielerorts bereits zum Lageralltag. Die Weiterentwicklung von Smart Logistics ist angesichts struktureller Veränderungen in der Arbeitswelt und eines zunehmenden Effizienzbewusstseins nicht aufzuhalten. Ein WMS-Anbieter sollte daher in der Lage sein, diese Zukunftstechnologien mit individuellen Anforderungen zu vereinen und zielführend in die Lagerprozesse zu integrieren.

2. Individuelle Systemlandschaft

Welches WMS das passende ist, hängt stark davon ab, wie komplex die abzubildenden Aufgaben sind. Saisonbedingte Schwankungen, besonders hohe Anforderungen an die Lieferfähigkeit und eine große Zahl an unterschiedlichen Artikeln erhöhen die Ansprüche an das WMS. Viele Logistiker gehen daher nach dem Motto »Best of breed« vor und setzen auf modular aufgebaute WMS, die sich flexibel und kundenindividuell um eine Vielzahl an Funktionen erweitern lassen. Heutige Softwareinfrastrukturen sind geprägt von unterschiedlichen Stand-alone-Lösungen, wie z.B. Tools für das Ressourcenmanagement oder Systeme zur Materialflusssteuerung (MFC – Materiafluss-Controller) automatisierter Lagereinheiten. Für den Fall, dass automatisierte Lagereinheiten unterschiedlicher Hersteller im Einsatz sind, sollten Anwender unbedingt auf eine MFC-Lösung achten, die herstellerunabhängig verschiedene Automatikanlagen ansteuert. Voraussetzung dafür ist, dass die unterschiedlichen Systeme und Lösungen in der Lage sind, schnell und einfach miteinander zu kommunizieren. Die genutzten Logistiksysteme sollten sich intelligent miteinander vernetzen und in das WMS einbinden lassen, ohne dass aufwändige Schnittstellenanpassungen vorgenommen werden müssen.

3. Cloud-Anbindung

Ein aktuelles und modulares Warehouse Management System, welches mit den Anforderungen der Logistik mitwächst, liegt idealerweise in einer Private Business Cloud. Damit profitieren Nutzer von den hochverfügbaren Netzwerken eines Technologiepartners. Das Resultat ist eine maximale Daten- und Leistungssicherheit. Darüber hinaus kann das WMS in der Cloud besonders schnell und flexibel erweitert werden. Dadurch agieren Anwender kosteneffizienter. Dank kurzer Reaktionszeiten kann der Softwarepartner schnellen Support für Applikationen auf Betriebsebene liefern. Dazu zählen beispielsweise eine uneingeschränkte Erreichbarkeit und eine Beratung, die idealerweise auf branchenspezifische Themen zugeschnitten ist.

4. Kundenfreundliche Benutzerführung

Ein Pluspunkt eines dedizierten WMS im Vergleich zu einer ERP-Logistiklösung ist, dass ein WMS den Nutzer praxisorientiert durch die Menüs führt. Wichtig ist eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die sich auch auf mobiler (Lager-)Hardware wie Smartphones, Staplerterminals und MDE-Geräten einfach anwenden lässt. Um den eigenen Mitarbeitern einen optimalen Einstieg in das individuell konfigurierte WMS zu ermöglichen, bieten professionelle Softwarepartner persönliche Key-User-Schulungen nach dem »Train-the-Trainer«-Prinzip an.

5. Analyse-Dashboard

Bei der Auswahl eines WMS sollten Entscheider auf umfassende Cockpit-Funktionen achten, in denen sie die wichtigsten Informationen ihrer Lagerverwaltungssoftware selbst zusammenstellen können. Auf ein individuelles Key-Performance-Indicator (KPI)-Dashboard darf dabei nicht verzichtet werden. Im Dashboard eines professionellen WMS sind alle logistischen Prozesse transparent und in Echtzeit dargestellt. So erkennen Anwender mögliche Herausforderungen im Logistikalltag frühzeitig und können diese proaktiv angehen. Moderne WMS-Lösungen ermöglichen außerdem Analysen von Historiendaten, um Vorhersagen für zukünftige Entwicklungen treffen zu können. Auf Basis von Vergangenheitsdaten sowie den aktuellen Livedaten lassen sich Trends erkennen und konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Diese sogenannten »Predictive Analytics«-Prozesse sind heute unverzichtbar als Baustein eines WMS-Dashboards.

6. Mobiles Arbeiten

Es gibt Unternehmen, die auf Android basierende MDEs, Smartphones, Tablets oder Smart Watches für ihr Logistikmanagement nutzen. In diesem Fall sollte das Dashboard des WMS auch mobil abrufbar sein. Da das früher dominante mobile Betriebssystem Windows CE nicht weiterentwickelt und es ab 2020 auch keinen Support für bestehende Geräte mehr geben wird, gewinnt Android immer mehr an Bedeutung. Während mobile Endgeräte, die auf Windows 10 und Windows Phone basieren, keine Zukunft haben, arbeiten Entwickler von Logistik-IT-Lösungen daran, die Möglichkeiten von Android-Devices stetig zu erweitern. Branchenexperten sagen, dass der Marktanteil des Google-Betriebssystems in wenigen Jahren bei etwa 80 Prozent liegen wird. Angesichts des steigenden Angebots sollten sich Interessenten umso genauer informieren, was verschiedene Anbieter von Warehouse Management Systemen im Bereich mobiles Arbeiten leisten. Neben einer übersichtlichen Ansicht des Dashboards kommt es insbesondere darauf an, sensible (auch mobil genutzte) Daten und damit Unternehmensinteressen zu schützen.

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