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Interview: "Mit einer einheitlichen Software-Architektur agieren Logistikdienstleister lokal und global erfolgreich"

10.07.2006

Die Branche der Logistikdienstleister verzeichnet derzeit das stärkste Wachstum weltweit. Transportunternehmen richten daran auch ihre IT-Landschaften aus

Bernd Kutz, Senior Business Development Logistics Service Provider bei SAP, erklärt, wie das Softwareunternehmen sie bei der rasanten Entwicklung unterstützt.

SAP im Fokus:
Vor welchen Herausforderungen stehen Logistikdienstleister aktuell? Wie verändert sich die Branche?
Bernd Kutz:
Heute geben Verlader, also produzierende Industrie- und Handelsunternehmen, nicht mehr nur einzelne Transport- und Lageraktivitäten in Auftrag. Sie tendieren dazu, ganze Geschäftsprozesse auszulagern − wie etwa den Order-to-Cash-Prozess. Des weiteren sind Logistikdienstleister noch stärker von der Globalisierung betroffen als viele andere Branchen. Innerhalb der Branche sind gerade Merger und Acquisitions ganz aktuell. Kleinere Logistiker fokussieren sich auf Nischenmärkte mit besonderen Branchenanforderungen.

SAP im Fokus:
Wie geht das SAP-Softwareangebot für das Transportmanagement darauf ein?
Bernd Kutz:
Viele Logistikdienstleister haben eine defragmentierte Software-Architektur. Mit unserer ERP-basierten Lösung für die Transportabwicklung lässt sich diese vereinheitlichen. Eine echte Chance für die Logistikbranche ist in dem Zusammenhang die Technologieplattform SAP NetWeaver: Anwendungen wie SAP NetWeaver Exchange Infrastructure oder SAP NetWeaver Master Data Management helfen, eine bestehende Patchwork-Architektur zu harmonisieren. So können Logistikdienstleister global agieren und lokal reagieren. Dazu sparen sie noch Infrastruktur- und Prozesskosten.

SAP im Fokus:
Von welchen konkreten Ergebnissen berichten die Kunden?
Kutz: Bei einem mittelständischen Spediteur implementieren wir gerade die SAP-Transportlösung. Dort führen wir sämtliche Prozesse in einer einheitlichen Architektur zusammen. Unternehmen wie DHL, Schenker und Arvato Logistics wenden unsere Logistiklösungen bereits an. Arvato Logistics erzielte damit einen Return on Investment von 108 Prozent, wie eine aktuelle Studie ergeben hat.

SAP im Fokus:
An welchen zusätzlichen Leistungen arbeiten Sie derzeit?
Bernd Kutz:
Wir entwickeln die ERP-basierte Lösung für das Transportmanagement auf Basis von SAP Supply Chain Management weiter. Diese Lösung ist ab Mitte 2007 verfügbar. Damit werden nicht nur Verlader im Transportmanagement unterstützt, sondern speziell die Logistikbranche kann Ihre Prozesse komplett abbilden. Die Lösung ist multimodal, sie unterstützt also Prozesse im Land-, See- und Lufttransport. Die serviceorientierte Architektur ermöglicht eine flexible und schnelle Implementierung. Für mittelständische Dienstleister bieten wir ab Sommer 2006 eine Best-Practice-Lösung an, und zwar sowohl für Enterprise Resource Planning als auch für Business Intelligence. Speziell für die Zielgruppe mittelständische Logistikdienstleister bauen wir auch ein Partnernetzwerk auf.