News

News-Übersicht anzeigen

Studie: Standardisierte Lagerverwaltung ist die Zukunft

01.09.2007

Europäische Unternehmen erneuern in den kommenden Jahren ihre Warehouse-Management-Systeme (WMS). Denn mehr und mehr fordern komplexe Logistikprozesse eine standardisierte Lagerverwaltung, die sich flexibel auf neue Marktanforderungen ausrichten lässt und voll in die Lieferkette integrierbar ist.

Die Zeichen im europäischen Softwaremarkt für Warehouse Management stehen auf Wechsel. Komplexere Lieferketten und die Globalisierung tragen dazu bei, dass Unternehmen vorhandene Software auf die Erfüllung neuer Anforderungen hin überprüfen – und diese gegebenenfalls ersetzen. Das verändert die Ausgangslage für die Softwareanbieter. Bislang war der Warehouse-Management-Markt stark von Spezialanbietern dominiert. Inzwischen entwickeln sich aber auch große ERP-Anbieter wie SAP zu ernstzunehmenden Konkurrenten der etablierten Wettbewerber.

Entscheidend dabei ist der Bedarf nach standardisierten Lagerprozessen, die über eine durchgängige, zentralisierte Software sämtliche Glieder der Wertschöpfungskette abbilden. Unternehmen sollten daher eine vollständige Integration sicherstellen. Die funktionelle Betrachtung tritt dabei immer mehr in den Hintergrund. An Bedeutung gewinnen hingegen Faktoren wie Technologie, Architektur, Flexibilität und Investitionssicherheit. Dazu Gartner: „Unternehmen sollten daher über die Grundfunktionen ihres WMS hinaus auch Faktoren wie Technologie, Architektur, Anpassungsfähigkeit, Entwicklungsressourcen beim Anbieter sowie die Abdeckung der eigenen Supply-Chain-Strategien berücksichtigen.“ (Gartner Inc., „The European Warehouse Management System Market“ von Tim Payne, 2. Januar 2007, Seite 3, Absatz 3). Auf dieser Basis bekommen Unternehmen ihre hohen Personal- und Immobilienkosten rund um die Lagerhaltung leichter in den Griff. Gleichzeitig lassen sich auch komplexere Lieferprozesse orchestrieren.

Diese Anforderungen beeinflussen die Produktpolitik der Softwareanbieter. Grenzüberschreitende Lieferketten erfordern IT-Lösungen, die Mehrsprachigkeit unterstützen, die Funktechnologie RFID beherrschen sowie sprachgestützte Prozesse einbinden. Das dürfte besonders kleinere Softwareanbieter vor eine hohe Hürde stellen. Gartner: „Kleine lokale Anbieter werden auf dem sich entwickelnden europäischen Markt kaum noch wachsen. Anwender sollten daher berücksichtigen, dass die Wachstumspotenziale dieser Anbieter begrenzt sind und nur über die Wartung ihrer Lösungen Umsatz erzielen werden. Dadurch sinkt ihre Bedeutung.“ (Gartner Inc., „The European Warehouse Management System Market“ von Tim Payne, 2. Januar 2007, Seite, 4, vierter Aufzählungspunkt). Von dieser Entwicklung können Anbieter profitieren, die ein umfassendes Produktportfolio zur Verfügung stellen und Anwender in die Lage versetzen, ihre Investitionen nachhaltig zu sichern.

Quelle: SAP im Fokus September 2007