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IT-Sparte von Siemens erhält zum 1. Oktober Rechtsform der GmbH

19.09.2010

Siemens wird die IT-Sparte Siemens IT Solutions and Services (SIS) wie geplant zum 1. Oktober 2010 als eigenständige Gesellschaft ausgliedern.

Das neue Unternehmen erhält die Rechtsform einer GmbH und wird künftig unter SIS GmbH firmieren. Die neue SIS GmbH startet mit einer klaren und kundenorientierten Struktur. Die Zahl der Geschäftseinheiten wird wie im März angekündigt von sieben auf drei fokussiert: Ein nach Branchen und regionalen Einheiten gegliederter weltweiter Vertrieb wird von den Geschäftseinheiten IT-Outsourcing und IT-Lösungsgeschäft (Solutions) unterstützt. Die SIS GmbH bleibt langfristiger IT-Dienstleister und bevorzugter IT-Lösungspartner für die Sektoren Energie, Industrie und Gesundheitstechnik und profitiert dabei vom führenden Branchen-Know-How der Siemens-Geschäfte.
In den vergangenen zwei Jahren war der Umsatz der Siemens IT Solutions and Services um gut ein Viertel zurückgegangen. Siemens hat daher die Neuausrichtung auf den Weg gebracht und beabsichtigt SIS für Investitionen in den Geschäftsjahren 2010 bis 2012 rund 500 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen bzw. hat dies zum Teil schon getan. Es sind bereits rund 300 Millionen Euro als Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in den Geschäftsplan für SIS eingestellt worden. Dies wird bei der Berechnung der Kapitalisierung der SIS GmbH sowie deren in- und ausländischer Tochtergesellschaften durch Siemens entsprechend berücksichtigt.

Ebenfalls sind weitere Mittel zum Umbau des heutigen Solutions-Portfolios, zur Qualifizierung vonMitarbeitern sowie zur Finanzierung von Angebots- und Anlaufkosten bei strategischen Aufträgen in den Bereichen Solutions and Outsourcing im Geschäftsplan enthalten, die bei der Kapitalisierung berücksichtigt werden. Weitere 200 Millionen Euro werden von Siemens bei Bedarf für zusätzliche zur Wertsteigerung der SIS beitragende Themen wie beispielsweise die Stärkung des IT-Outsourcing-Geschäfts, zum Ausbau des Software-Geschäftes sowie für selektive Akquisitionen und für Innovationen zur Verfügung gestellt. Allein am Standort Deutschland sind Investitionen von mindestens 50 Millionen Euro geplant. Zudem sollen wie angekündigt weltweit rund 4.200 der etwa 35.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, rund 2.000 davon in Deutschland.

Ziel ist es, die IT-Sparte wettbewerbsfähig aufzustellen. Für das Geschäftsjahr 2010 wird ein Umsatz bei 4,1 Milliarden Euro angestrebt. Die SIS GmbH soll dann ab 2012 wieder zu jährlichen Wachstumsraten auf Marktniveau zurückkehren und bis 2013 eine branchenübliche Rendite erzielen.

Auch nach der rechtlichen Verselbständigung ist die SIS GmbH eine 100-prozentige Tochter von Siemens und bleibt der bevorzugte Partner der Konzern-Sektoren. Zur strategischen Weiterentwicklung von SIS und der Stärkung des IT- und Software-Know-Hows im Konzern kommen mittelfristig verschiedene Optionen in Betracht, die sorgfältig geprüft werden. Vorrang hat zunächst die erfolgreiche und eigenständige Neuaufstellung der SIS GmbH.