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Siemens und Arbeitnehmervertreter erneuern Standort- und Beschäftigungssicherung

22.09.2010

Siemens hat mit dem Gesamtbetriebsrat des Unternehmens und der IG Metall eine unbefristete Vereinbarung zu künftigen Restrukturierungen und Strukturänderungen in Deutschland getroffen.

„Das ist ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Standort Deutschland. Siemens ist ein verantwortungsvoller Arbeitgeber. Jeder einzelne Mitarbeiter ist uns wichtig“, sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Mit der Vereinbarung führt Siemens die im September auslaufende Vorgängerregelung vom Juli 2008 zur Standort- und Beschäftigungssicherung fort und weitet die Grundsätze auf den gesamten Konzern aus. Die bisherigen Zusagen werden nun auch unmittelbar für die deutschen Tochtergesellschaften angewendet.

Mit strukturellen Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, geht Siemens auch in Zukunft verantwortungsvoll um und löst diese im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern. Dabei steht das Unternehmen zu seiner Zusage, Anpassungen bei den Beschäftigten ohne betriebsbedingte Kündigungen lösen zu wollen. Der Konzern wird hierzu, wie bereits in der Vergangenheit, sämtliche Mittel ausschöpfen. Dazu gehören unter anderem der Personalausgleich zwischen den Standorten und Kurzarbeit. Die Standort- und Beschäftigungssicherung gilt nicht für die Siemens IT Solutions and Services GmbH, da für diese Gesellschaft eigene, tarifvertraglich geregelte Standort- und Beschäftigungssicherungsregeln gelten.

In Deutschland hat das Instrument der Kurzarbeit seine Brückenfunktion während der Krise eindrucksvoll erfüllt. Die Siemens-Belegschaft ist seit Ende des Geschäftsjahres 2007 stabil geblieben. Zu Beginn der Krise im Herbst 2007 hatte das Unternehmen in Deutschland rund 126.000 Mitarbeiter, zuletzt waren es rund 128.000. Im Jahr 2009, also mitten in der Krise, wurden allein in Deutschland 6.200 Mitarbeiter eingestellt. Angesichts der günstigen konjunkturellen Entwicklung beendete Siemens die Kurzarbeit zum 31. Juli 2010.